Constantia Packaging AG übernimmt 16,55 % AMAG - Anteile von Constantia B.V.
Die Constantia Packaging AG (CPAG), Wien hält seit September 2007 73,45 % an der
Austria Metall AG (AMAG), Ranshofen. Per Ende Juli kauft die Gruppe weitere 16,55%
bzw. 132.370 Stück Aktien Anteile der AMAG von der holländischen CPB.V.. Die
AMAG Arbeitnehmer Privatstiftung hält unverändert 10 %, die Constantia Packaging
AG damit 90 %, der AMAG Aktien.
Der Erwerb auch dieses Aktien-Paketes an der AMAG war schon seit der
Mehrheitsübernahme im Jahr 2007 geplant und konnte nun abgeschlossen werden.
Die AMAG passt als außergewöhnlich innovatives Unternehmen mit hohem
Wachstumspotential in attraktiven Premiummärkten hervorragend zum Portfolio der
Gruppe. Damit erfüllt sie wesentliche Investitionskriterien der Constantia Packaging
AG. Zusätzliche Synergieeffekte u.a. in den Bereichen Kapazitätsauslastung,
Beschaffung sowie Forschung und Entwicklung aus der Lieferbeziehung mit der
Constantia Flexibles runden die Attraktivität des Investments ab. Schon ohne
Berücksichtigung dieser Effekte stellt die Aufstockung an der AMAG aus heutiger Sicht
ein nachhaltig profitables Investment dar, welches von Beginn an einen positiven
Beitrag zum Konzernergebnis liefert. Durch diesen Schritt wird gleichzeitig die
Transparenz erhöht und die Führungsstruktur gestrafft.
Da das Unternehmen bereits seit 2007 mehrheitlich zum Konzern gehört und es sich
lediglich um eine Aufstockung der AMAG-Anteile handelt, können kostspielige
Prüfungen im Vorfeld entfallen; ebenso ist eine Prüfung durch Wettbewerbsbehörden
nicht erforderlich.
Der Kaufpreis beträgt EUR 75 Mio. und wurde mittels Wertgutachten einer
Wirtschaftprüfungsgesellschaft ermittelt, basierend auf der sehr guten strategischen
Position der AMAG sowie dem derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld.
Zwischenzeitlich wurde auch mit Vertretern des Landes Oberösterreich die Möglichkeit
einer Landeshaftung für die Ankauffinanzierung sondiert. In den von den Vertretern der
Direktion Finanzen des Landes Oberösterreich pragmatisch und mit größter
Professionalität geführten Gesprächen ergab sich, dass schon durch die Vorgaben der
EU eine Landeshaftung nicht zu einer optimalen Finanzierungsstruktur geführt hätte.
Die Akquisitionsfinanzierung stellt nunmehr ein Bankenkonsortium, bestehend aus
Hausbanken der CPAG und der AMAG, zur Verfügung.
Die Constantia Packaging Gruppe ist in den Bereichen „Aluminium“, Wellpappe“ und
„Flexible Verpackung“ tätig. Rund 7.600 Mitarbeiter stellen in 20 Ländern Europas,
Asiens und Amerikas Rohaluminium, Aluminiumhalbfertigfabrikate sowie
Verpackungen aus Aluminium, Kunststoff und Wellpappe, unter anderem für die
Nahrungs-, Getränke-, Pharma- Automobil- und Luftfahrt-Industrie her.