Anleger-Anwälte kritisieren Intransparenz des Unternehmens
In einer gestrigen Infoveranstaltung
haben die Anlegeranwälte Pascher & Schostal darüber informiert, dass
die Betriebsaufwendungen der AvW dringend einzusparen sind und der
Betrieb geschlossen werden sollte.
Demnach soll ein unabhängige Dritter (Vermögensverwalter) sich
regelmäßig um die derzeitigen Veranlagungen kümmern und ein
Immobilienexperte sollte die Immobilien verwerten.
In einer heute verbreiteten OTS-Meldung gibt AvW nun an, dass die
monatlichen Aufwendungen des Unternehmens Euro 150.000,- betragen und
unter dem Branchendurchschnitt lägen. Im vergangenen Jahr hätten
diese Aufwendungen bei 300.000 EUR/Monat gelegen.
Dazu klären die Anlegeranwälte Pascher & Schostal auf:
1. Die von der Kanzlei genannten Zahlen für die sonstigen
betrieblichen Aufwendung in der Höhe von 15,645.- Mio Eur
stammen aus dem Geschäftsbericht der AvW Invest AG (2008, Seite
50) - nicht enthalten jener der Gruppe AG.
2. Die von AvW genannten monatlichen Aufwendungen von EUR 300.000
(2008) stimmen nicht mit dem Geschäftsbericht der AvW Invest AG
überein. Darüber hinaus ist selbst die angegebene Summe
angesichts der geringen Mitarbeiterzahl 13 (!) laut
Aktionärsbericht der AvW Invest AG für das 1.Quartal 2009) sowie
des eingeschränkten Tätigkeitsfeldes der AvW Invest und der AvW
Gruppe jedenfalls nicht branchenüblich und bei weitem überhöht.
Die AvW-Anlegeranwälte fordern die AvW Gruppe nun zu mehr
Transparenz und Realitätsnähe auf. Die tatsächlichen
Vermögensverhältnisse des Unternehmens sollen endlich offengelegt
werden. Außerdem wird die Forderung bekräftigt, das Unternehmen im
Interesse der geschädigten Anleger aufzulösen, Beteiligungen zu
halten und das verbleibende Kapital aus Immobileinverkauf an die
geschädigten Anleger auszuzahlen.
Die Wiener Kanzlei Pascher & Schostal ist auf den
Finanzmarktbereich spezialisiert und vertritt dzt. einige hundert
geschädigte Anleger v.a. gegen AvW, Primeo (Madoff), Immofinanz sowie
AWD.