Erste Bank erwartet kein Übernahmeangebot durch AvW
Die Übernahmekommission hat mit Bescheid vom 07.04.2009 bestätigt, dass die AvW
Gruppe eine kontrollierende Beteiligung in Höhe von 38,44% der ständig stimmberechtigten
Aktien der S&T erlangt hat. Folglich hat die AvW Gruppe innerhalb von 20 Börsetagen ab
Zustellung des Bescheids, die am 07.04.2009 erfolgt ist, ein Pflichtangebot für die S&T zu
legen oder ihre Beteiligung auf maximal 30% der stimmberechtigten Aktien zu reduzieren bzw.
das Erlangen der kontrollierenden Beteiligung auf sonstige Weise rückgängig zu machen.
Die AvW Gruppe ist durch die Turbulenzen auf den Kapitalmärkten in den vergangenen
Monaten nicht verschont geblieben, was dazu geführt hat, dass ein Teil der S&T Aktien, die der
AvW gehören, von der Capital Bank gepfändet worden sind. Diese ist interessiert daran, die
Anteile wieder zu veräußern. Die AvW Gruppe dürfte im Moment auch daran interessiert sein,
ihren S&T Anteil zu reduzieren, um Liquidität für etwaige Kundenforderungen zu schaffen.
Folglich gehen wir nicht davon aus, dass es wirklich zu einem Übernahmeangebot kommen
wird. Vielmehr wird die AvW ihren Anteil deutlich unter 30% reduzieren und an einen weiteren
strategischen Investor verkaufen. Nachdem diese Transaktion nicht über die Börse abgewickelt
werden darf (lt. Kommission), wird der Verkauf auch keine direkte Auswirkung auf den
Aktienkurs der S&T haben.
Wir haben bereits in der vergangenen Woche unsere Halten Empfehlung nach Vorlage des
Jahresabschlusses der S&T bestätigt. Ein neues Kursziel werden wir in den nächsten Tagen
veröffentlichen.