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NEWS: Großindustrie bestreikt Wirtschaftskammer
WKÖ-Präsident Leitl bestätigt Aussetzung von Beitragszahlungen
Der seit Monaten schwelende Konflikt zwischen einigen
der größten Industrieunternehmen des Landes mit der Wirtschaftskammer
hat nun zu einem Beitrags-Streik geführt. Wie
Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl in der morgen
erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS bestätigt, haben
sieben Industrieunternehmen die Zahlung der beiden gesetzlich
verpflichtenden Kammerumlagen eingestellt.
Die Rebellen im Beitrags-Streik, die gegen die derzeitige
Pflichtmitgliedschaft kämpfen, sind voestalpine, Böhler, Magna,
Kapsch, die Heinzel- sowie die Prinzhorn-Gruppe. Gleichzeitig erfolg
der Zangenangriff von Hans Peter Haselsteiners Strabag vor dem
Europäischen Gerichtshof. "Wir wollen einen Bescheid erzwingen, den
wir dann gerichtlich bekämpfen", so Böhler-Boss Claus Raidl zu NEWS.
Magna-Boss Siegfried Wolf begründet den Zahlungsstopp gegenüber NEWS:
"Ich stehe zur Sozialpartnerschaft. Aber ein Prozent der Unternehmen
bezahlen jetzt 60 Prozent der Beiträge. Das ist eine enorme
Belastung", so Wolf zu NEWS.
Leitl hingegen warnt die Kammer-Rebellen: "Diese Unternehmen
sollten achten, dass sie ihrer Bonität nicht schaden, wenn sie nicht
einmal mehr ihre Beiträge bezahlen", so der Kammerpräsident zu NEWS.
In einem Schreiben Leitls an die Industriellenvereinigung, welches
NEWS vorliegt, kann sich Leitl nur ein "symbolisches Entgegenkommen"
der Kammer vorstellen.
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