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Manager jammern nicht, erwarten aber Konsumsignale
WdF: 51% der Führungskräfte sehen keine Auswirkung der Krise
Befragt man die Manager selbst, ergibt sich ein
deutlich anderes Bild, als es manche Auguren von Österreichs
Wirtschaft in der Krise zeichnen: 51 Prozent der Führungskräfte
sagten noch im Februar "nicht von der Krise betroffen" zu sein. Das
geht aus einer im Vormonat abgeschlossenen Triconsult-Umfrage für das
Wirtschafsforum der Führungskräfte (WdF) hervor. Dabei lag der
Großteil der befragten 203 Manager in der Umsatzgröße über 10 Mio.
Euro (40% machen über 100 Mio. Euro Jahresumsatz).
"Dies sind keineswegs Zweckoptimisten trotz schlechten
Geschäftsgangs, denn auch die von außen bewertete Finanzierungsseite
(und Bonität) wird positiv gesehen", geht WdF-Generalsekretär Mag.
Roland Graf ins Detail. 71 % der Manager gaben in der
Triconsult-Studie an, "keine Schwierigkeiten mit der Hausbank" zu
haben. Bei den Betriebsmittelkrediten hakt es bei 10%, weitere 14
Prozent sprachen von Schwierigkeiten beim Überziehungsrahmen, für
sechs Prozent gibt es bei Investitionsdarlehen Troubles.
Geht es um das politische Krisen-Management, steht eine Forderung
bei österreichischen Managern mit 60% Zustimmung ganz klar im
Mittelpunkt: Die Stimulierung des Privatkonsums, also steuerliche
Anreize, wie sie zuletzt auch die OECD einforderte. Banken zur
Kreditvergabe zu zwingen, sehen hingegen nur 26% als probates Mittel
gegen die Krise an. "Speziell im KMU-Management schätzt man seine
eigenen Möglichkeiten realistisch ein und hat für das erste Quartal
2009 auch ein gutes Gefühl - nun wären spürbare Signale der Politik
als Zeichen der Fairness dringend erwartet", faßt Graf die Erwartung
der Führungskräfte zusammen.
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