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Stellungnahme der OeNB zu Pressemeldungen über österreichische Banken
In einigen Publikationen, speziell im Wall Street
Journal, wird heute die Stellung österreichischer Banken in den
Ländern Zentral- und Südosteuropas angesprochen. Diese Meldungen
beziehen sich im Wesentlichen auf eine kürzlich veröffentlichte
Studie der Rating Agentur Moody's. Wie auch in dieser Studie
festgestellt wird, weisen die einzelnen Staaten dieser Region und
deren Bankensysteme jeweils sehr unterschiedliche Entwicklungen und
Kennzahlen auf. Aus österreichischer Sicht ist es wichtig
festzuhalten, dass das Engagement österreichischer Bankengruppen in
dieser Region zu 3/4 in EU-Mitgliedstaaten ist und vom Gesamtexposure
der EU-15 lediglich ein Fünftel ausmacht. Die wirtschaftliche
Entwicklung der Länder in Zentral- und Südosteuropa liegt auch
weiterhin deutlich über dem Durchschnitt der Gesamt-EU.
Die OeNB ist mit allen österreichischen Banken, die in dieser Region
tätig sind, in ständigem Kontakt. Diese systemrelevanten Banken
verfügen alle über eine zufriedenstellende Kapital- und
Liquiditätsausstattung. Dem nun von Analysten und Ratingagenturen
veröffentlichten Risikoprofil wurde mit der Einrichtung des
österreichischen Bankenpakets - bereits im Oktober des Vorjahres -
Rechnung getragen. Dieses, ähnlich wie in vielen anderen Staaten
eingerichtete Programm zur Sicherung und Stabilisierung des
Bankensektors, umfasst in Österreich einen Gesamtumfang von 100 Mrd
Euro.
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