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BMF: Angebliches 150-Mrd-Euro Paket Erfindung der APA
Das Bundesministerium für Finanzen hält zur heutigen
APA-Meldung, wonach die tschechische Ratspräsidentschaft "Österreichs
Osteuropa-Hilfspaket im Umfang von 150 Mrd. Euro" ablehnt, Folgendes
fest:
Anders als die APA behauptet hat Österreich kein Osteuropa-Hilfspaket
im Umfang von 150 Mrd. Euro in Brüssel eingebracht. Österreichs
Initiative zielt vielmehr auf die Koordination, Optimierung und
Abstimmung von nationalen Maßnahmen in Ost- und Westeuropa sowie der
internationalen Finanzinstitutionen zur Stabilität der Wechselkurse
und der Volkswirtschaften ab.
Das angebliche Osteuropa-Hilfspaket wurde seitens des BMF gegenüber
der APA nicht nur "offiziell nicht bestätigt", sondern bereits
mehrfach dementiert - zuletzt durch den Finanzminister selbst, am 12.
Februar (APA 0393).
Umso unverständlicher ist es, dass die APA immer wieder behauptet, es
gäbe ein österreichisches Paket im Umfang von 150 Mrd. Euro, und mit
diesem Plan diverse europäische Spitzenpolitiker konfrontiert. Aus
dem Ablehnen eines von der APA frei erfundenen Plans wird dann in der
weiteren Berichterstattung ein Ablehnen der österreichischen
Initiative für die Stabilität der osteuropäischen Volkswirtschaften.
Die Austria Presse Agentur läuft Gefahr, durch das Verbreiten solcher
Falschmeldungen enormen wirtschaftlichen Schaden anzurichten. Sie
erweckt den Eindruck, Osteuropa lasse sich nur durch den Zuschuss
gigantischer Summen durch die EU vor dem wirtschaftlichen Verfall
retten. Weder entspricht das den Tatsachen, noch ist das die
Einschätzung der österreichischen Regierung.
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