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Vorerst kein Einbruch der Investitionspläne für 2009
Ergebnisse des WIFO-Investitionstests vom Herbst 2008
Die Unternehmen der Sachgütererzeugung rechnen 2009
mit einem schwachen Rückgang der Investitionen (nominell 0,6%).
Bereits 2008 kürzten sie ihre Pläne deutlich (nominell -4,8%).
Wesentlich weniger als im Vorjahr wollen die Hersteller von Kfz,
Konsumgütern und Nahrungsmitteln investieren. In der Bauwirtschaft
werden die Investitionen gegenüber dem Vorjahr um 7,2% abnehmen.
Die Hersteller von Investitionsgütern wollen 2009 um 1,9% mehr
investieren als im Vorjahr. Auch die Erzeuger von Vor- und
Zwischenprodukten planen, ihre Investitionen 2009 nominell
auszuweiten (+4%). Allerdings wurden die Investitionen in beiden
Branchen im Vorjahr erheblich eingeschränkt.
Insgesamt erscheinen die Investitionspläne für 2009 angesichts des
Konjunkturabschwungs relativ optimistisch. Das WIFO rechnet deshalb
aufgrund des Revisionsmusters in früheren Rezessionsphasen im
nächsten Investitionstest (Frühjahr 2009) mit einer merklichen
Revision nach unten.
Die ursprünglichen Investitionspläne für 2008 (laut
WIFO-Investitionstest vom Frühjahr 2008 +7,7%) wurden angesichts des
einsetzenden Abschwungs nicht realisiert. Mit dem Rückgang im Jahr
2008 kam der seit 2005 anhaltende Anstieg der Investitionen zum
Stillstand.
Erheblich ausweiten wollen die Sachgütererzeuger 2009 ihre
Investitionen in Hard- und Software (nominell +23% und +18%).
Die Bauunternehmen werden ihre Investitionen deutlich verringern
(Tiefbau -6,5%, Hochbau -7,5% gegenüber dem Vorjahr). Die Kürzungen
betreffen vor allem die Errichtung und Adaptierung eigener
Geschäftsgebäude (nominell -32%); dagegen sollen die Investitionen in
Maschinen und Geräte nur leicht zurückgehen (nominell -2,3%).
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