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"trend": Zehn Milliarden Euro Haftungsrisiko der OeKB in Osteuropa
Das Obligo der OeKB im CEE-Raum aus Exportgarantien und anderen
Instrumenten stieg 2008 um 40 Prozent.
Die vom Staat garantierten Haftungen der Kontrollbank
in Osteuropa inklusive Russland sind 2008 von 7,3 auf 10,2 Milliarden
Euro gewachsen. Das berichtet der "trend" in seiner morgen
erscheinenden Ausgabe. Ein schwerer Konjunktureinbruch in der
CEE-Region in Folge der Finanzkrise, wie er etwa von der Weltbank
kürzlich skizziert wurde, würde das Risiko für die Republik
Österreich erhöhen, aus diesen Haftungen in Anspruch genommen zu
werden. Wirtschaftsexperten rechnen mit einer deutlichen Zunahme der
Insolvenzen. OeKB-Chef Rudolf Scholten gegenüber dem "trend": "Wir
merken eine Zunahme der Zahlungsverzögerungen und auch Verschiebungen
von Projekten."
Die Kontrollbank unterstützt im Auftrag der Republik heimische
Unternehmen bei ihren Exportbemühungen, indem sie beispielsweise -
analog zu einer Versicherung - gegen eine Prämie die Exporterlöse
garantiert. Damit ist die OeKB ein wichtiger Motor zur Förderung
kleinerer und mittelständiger Unternehmen, die mit solchen Risiken
schwerer umgehen können als große Konzerne. Für 2008 wird die
Spezialbank einen Rekordüberschuss von mehr als 100 Millionen Euro
präsentieren, 2009 wird das Ergebnis dagegen deutlich einbrechen,
wobei auch ein Verlust nicht auszuschließen ist.
Seitens des Finanzministeriums, das auf Regierungsebene für die
OeKB-Haftungen zuständig ist, bleibt man noch gelassen. Ein Sprecher:
"Wir haben das auf dem Radar, aber wir sind nicht beunruhigt. Aus
derzeitiger Sicht ist das absolut verkraftbar." Man habe zwar im
Hinterkopf, dass die Lage schwieriger werden könnte, "aber wir haben
derzeit keine Angst, dass da eine Bombe explodieren könnte".
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