Abschluss-Statement von Hans Haider, Chairman des Board von Meinl International Power
Die Geschäftsidee, über einen Fonds Anlagen im
Bereich Energie zu tätigen, hat mich überzeugt. Dies war der Grund,
warum ich mich vor eineinhalb Jahren bereit erklärt hatte, Chairman
der MIP zu werden. Ich stehe weiterhin zu der Attraktivität dieser
Geschäftsidee. Es wäre schade, wenn die MIP unter neuer Führung nicht
im Stande wäre, diese Geschäftsidee fortzusetzen.
Es wurde Kritik an der Struktur der MIP geäußert. Dazu gehören der
Firmensitz in Jersey, die Notiz am Dritten Markt in Wien und das
Management durch eine externe Gesellschaft. Diese Struktur habe ich
nicht ausgewählt. Ich fühle mich nicht verantwortlich für diese
Architektur. So wie allen Anlegern, die Aktien der MIP gezeichnet
haben, war mir diese Struktur jedoch bekannt, als ich das Amt des
Chairman angenommen habe.
Ich bin ein Mensch, der übernommene Verträge und Verpflichtungen
im Grundsatz immer respektiert. Das habe ich auch hier getan. Ich
habe aber immer versucht, in den Verhandlungen über eine Anpassung
der Struktur, die Interessen aller Anleger zu berücksichtigen.
Soweit wie möglich habe ich die Best-Practice-Usancen von größeren
österreichischen börsennotierten Aktiengesellschaften umgesetzt.
Insbesondere war mir die Gleichbehandlung aller Aktionäre ein
Anliegen.
Ich würde niemandem heute empfehlen, als Kleinaktionär in ein
Unternehmen zu investieren, das nicht sämtlichen Bestimmungen des
österreichischen Übernahmegesetzes über ein Pflichtangebot bei
Kontrollwechsel und sämtlichen Transparenzbestimmungen des
Börsegesetzes oder vergleichbaren EU-Bestimmungen unterliegt. All
dies schützt den Kleinaktionär und den Streubesitz. Ohne diesen
Bestimmungen sind heute im regulierten Markt verpönten Praktiken Tür
und Tor geöffnet. Vieles, das hier passiert ist und passiert, hängt
mit einem Regeldefizit zusammen. Der riesige Abschlag des Kurses der
Zertifikate zum inneren Wert hat dort eine seiner Hauptursachen.
Zusammengefasst: Ich hoffe, dass Sie weiter Gelegenheit haben, in
einer Gesellschaft investiert zu sein, die dem ursprünglichen
Geschäftsmodell folgt.
Ungeachtet, ob dies der Fall ist oder nicht, hoffe ich, dass Ihr
neues Board auch so wie ich nach Kräften bemüht ist, die Interessen
der Kleinaktionäre unter dem Grundsatz der Gleichbehandlung aller
Aktionäre hochzuhalten.
Darüber hinaus hoffe ich, dass Ihr neues Board nicht in weitere
Rechtsstreitigkeiten an allen Fronten verwickelt wird.
Ich hoffe, dass Ihr Board sich konstruktiv Ihren Interessen widmen
kann.