Betbull bereitet Ersatz der ADCs durch direkte Aktienbeteiligung vor
- Umwandlung der Betbull Plc in eine Societas Europaea (SE) bereits
eingetragen
- Verlegung des Unternehmenssitzes von London nach Wien soll in einer
außerordentlichen Hauptversammlung im Jänner 2009 beschlossen werden
- Austausch der ADCs durch (unmittelbare) Inhaber-Stammaktien der Betbull
im Verhältnis 1 : 1 ist für Februar 2009 geplant, d.h. Inhaber von ADCs
sollen für je ein ADC eine (unmittelbare) Inhaber-Stammaktie der
Betbull erhalten
Die Betbull Holding SE (vormals Betbull Plc), deren 'Austrian Depositary
Certificates' (ADCs, ISIN AT0000615331) seit 2004 im Segment 'Other
Securities' an der Wiener Börse notieren, hat sich zum Ziel gesetzt, die
bisherige Beteiligungsstruktur der ADC-Inhaber transparenter zu gestalten
und alle ihre Stakeholder künftig direkt in Form von Inhaber-Stammaktien zu
beteiligen. Sämtliche Stakeholder werden daher für je ein ADC eine
(unmittelbare) Betbull-Aktie erhalten.
Als erster Schritt hierzu wurde anlässlich der außerordentlichen
Hauptversammlung vom 17. Oktober 2008 die Umwandlung der Betbull Plc. in
eine Societas Europaea (SE) unter der Firma 'Betbull Holding SE'
beschlossen. Die Umwandlung ist am 31. Oktober 2008 im britischen
Unternehmensregister mit der Registernummer 'SE12' eingetragen worden.
Da mit dem Austausch der ADCs durch unmittelbare Betbull-Aktien der mit der
Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) bestehenden ADC-Vereinbarung die
Grundlage entzogen werden wird, hat Betbull am heutigen Tag diese
Vereinbarung unter Einhaltung der vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist
von drei Monaten gekündigt; es ist jedoch sichergestellt, dass die
gekündigte ADC-Vereinbarung frühestens zum Zeitpunkt des erfolgten
Austausches der ADCs gegen Stammaktien der Betbull Holding SE enden wird.
Dadurch ist gesichert, dass für die ADC-Inhaber keine Unterbrechung der
Handelbarkeit entsteht.
Als nächster Schritt nach der bereits beschlossenen Umwandlung in eine SE
ist die Verlegung des Unternehmenssitzes von London nach Wien sowie die
Erhöhung des Grundkapitals aus Gesellschaftsmitteln (Kapitalberichtigung)
zur Erreichung eines (vom österreichischen Aktiengesetz geforderten)
anteiligen Betrags am Grundkapital von zumindest EUR 1,00 je Aktie geplant.
Anstelle der bisherigen auf Namen lautenden Aktien im Nominale von je GBP
0,05 sollen auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien ausgegeben
werden. Diese Änderungen sollen in einer außerordentlichen Hauptversammlung
beschlossen werden, die voraussichtlich Anfang 2009 stattfinden wird.
Nach Zustimmung der Hauptversammlung und Eintragung der Betbull Holding SE
im Firmenbuch des Handelsgerichts Wien (die die Gesellschaft für Anfang bis
Mitte Februar 2009 erwartet) soll der Austausch der ADCs gegen Stammaktien
erfolgen. Das Austauschverhältnis soll 1 (ADC) : 1 (Aktie) betragen. Der
Austausch wird für ADC-Inhaber, die ihre ADCs auf Sammeldepots verwahrt
haben, automatisch und spesenfrei erfolgen. Weitere Details werden nach
Eintragung der Sitzverlegung durch eine weitere Pressemitteilung und auch
eine Veröffentlichung im Amtsblatt zur Wiener Zeitung bekanntgegeben
werden.
Mit der Sitzverlegung nach Wien soll ein weiterer Schritt in Richtung
Transparenz für die Stakeholder gesetzt werden. Es soll die Möglichkeit der
Ausgabe von Inhaberaktien geschaffen werden, die an der Wiener Börse
handelbar sind, wodurch die Notwendigkeit von ADCs entfällt. Zudem wird -
da die ADCs der Betbull anlässlich des IPO im Jahre 2004 in Österreich
öffentlich angeboten und platziert wurden - für Streubesitzaktionäre durch
den Austausch der ADCs durch (unmittelbare) Betbull-Aktien die Teilnahme an
Hauptversammlungen der Betbull, die sodann in Österreich stattfinden
werden, maßgeblich erleichtert werden.