AvW Gruppe - AvW Gruppe AG beziffert Schaden mit rund 50 Millionen Euro

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AvW Gruppe AG beziffert Schaden mit rund 50 Millionen Euro

"Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand verzeichnen wir bei der AvW Gruppe AG ein Schadensvolumen von rund 50 Millionen Euro. Die Staatsanwaltschaft erhielt bereits eine umfangreiche Sachverhaltsdarstellung und wir verhandeln derzeit mit einigen Instituten, um den Liquiditätsengpass zu überbrücken", gab der Vorstandsvorsitzende der AvW Gruppe AG, Dr. Wolfgang Auer von Welsbach, Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien bekannt. Der Vorsitzende äußerte nochmals seine "tiefe Betroffenheit darüber, dass ein zuverlässiger Mitarbeiter, dem man über lange Jahre hinweg vertraut hat, so etwas anrichten konnte. Ich bin mir meiner Verantwortung für die Anleger bewusst und kann nur erneut ersuchen, etwas Geduld zu haben, bis alles unter Dach und Fach ist und sich die allgemeine Lage am Finanzmarkt wieder etwas stabilisiert hat."

Das Unternehmen hatte nach dem Bekanntwerden von nicht genehmigten Finanztransaktionen eines Prokuristen vor einer Woche die Behörden eingeschaltet. Der Prokurist, der mittlerweile entlassen und angezeigt wurde, hat nach derzeitigem Wissensstand innerhalb eines sehr kurzen Zeitraums viele Geschäfte mit untypisch hohen Summen getätigt und auch Aktienpakete hin und her verschoben. Er war kraft seiner Position bei zwei Banken einzelzeichnungsberechtigt, bezüglich Ausmaß der Transaktionen und Höhe der Summen hätte er das Vier-Augen-Prinzip einhalten müssen. Das hat er nicht getan. Seine Transaktionen haben besonders in Zeiten des so instabilen Finanzmarktes zu einem Verlust geführt. Motivation dieser Geschäfte war anfangs wohl, einen Margin-Call, das heißt das Überschreiten einer Nachschussgrenze, zu verdecken. Durch die wegbrechenden Märkte wurde der Schaden aber immer größer.

"Wer sich daran bereichert hat, wissen wir derzeit noch nicht. Das muss die Staatsanwaltschaft ermitteln. Es ist definitiv nicht das Unternehmen, denn das wurde massiv geschädigt - wir sehen derzeit keine Bereicherten, sondern nur Geschädigte", betonte der Vorstandsvorsitzende weiters. Der Schaden sind nun hohe Bankverbindlichkeiten; das sei zwar nicht existenzbedrohend, aber bis zur endgültigen Klärung des Falles werde noch einige Zeit vergehen. "Diese Zeit benötigen wir auch für eine solide Lösung. Wir rechnen daher mit einer Wiederaufnahme des Rückkaufs der AvW-Substanzgenussscheine erst im nächsten Jahr. Sie können jedoch sicher sein, dass wir sofort an die Öffentlichkeit treten, falls sich eine raschere Lösung abzeichnet." Derzeit befinden sich rund 152.000 Genussscheine am Markt, rund 20.000 davon wurden der AvW bis zur vergangenen Woche zum Rückkauf angeboten.

Die Auer von Welsbach Gruppe

Die österreichische Auer von Welsbach Gruppe (AvW Gruppe) ist ein international tätiger Beteiligungskonzern mit besonderem Schwerpunkt auf Österreich, Deutschland, Asien. Gegründet wurde die AvW 1991 vom heutigen Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Auer von Welsbach. Die Konzernzentrale befindet sich in Krumpendorf am Wörthersee. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007 wurde eine Bilanzsumme von 346,9 Millionen Euro erzielt, die Eigenkapitalquote lag bei 91 Prozent. Seit der Gründung entwickelte sich die AvW von einem klassischen Familienunternehmen hin zu einem weltweit agierenden Konzern. Zur Aufstockung des Portfolios wird jährlich ein zweistelliger Millionenbetrag investiert.

Die AvW versteht sich grundsätzlich als ein strategischer Investor, der die Unternehmen auch längerfristig begleiten will. Somit wird im Einzelfall auch eine Beteiligung von 25 Prozent plus einer Aktie, die Sperrminorität, angestrebt. Konkret engagiert sich die AvW in vier zentralen Branchen: dem Finanzbereich, dem IT-Sektor, bei Industrie- sowie bei Rohstoffunternehmen. Es werden vor allem Beteiligungen an jenen Unternehmen gehalten, die einen entsprechenden Wachstumskurs verfolgen und/oder eine überdurchschnittlich hohe Dividende ausschütten.



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