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Positive ÖIAG-Bilanz 2007
Summe der Dividendenleistungen seit Jahresabschluss 2002 übersteigt Milliardengrenze
• Beteiligungserträge erneut über Vorjahreswert
• Jahresüberschuss erreicht EUR 212,42 Mio
• Jahresgewinn beträgt EUR 230,1 Mio
• Ausschüttung von EUR 200 Mio Dividende an die Republik
Die Österreichische Industrieholding AG (ÖIAG) verzeichnete im Jahr 2007 neuerlich ein erfreuliches Geschäftsergebnis. Die Dividendenzahlungen der Beteiligungsgesellschaften – die Beteiligungserträge – lagen mit EUR 232,0 Mio um EUR 13,1 Mio bzw. 6 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. Diese positive Entwicklung liegt in der guten Geschäftsentwicklung der Beteiligungsunternehmen begründet.
Der Jahresüberschuss der ÖIAG betrug zum Jahresende 2007 EUR 212,42 Mio und liegt damit unter dem Vergleichswert des Vorjahres (2006: EUR 314,5 Mio). Das höhere Ergebnis des Vorjahres resultierte aus einer Zuschreibung zum Beteiligungsvermögen, die im Zusammenhang mit dem Börsegang der Österreichischen Post vorgenommen wurde. Dieser Zuschreibungsbetrag ist im Bilanzergebnis 2007 als Gewinnvortrag ausgewiesen. Durch die Auflösung von gebundenen Kapitalrücklagen in Höhe von EUR 17,7 Mio ergibt sich ein Jahresgewinn von EUR 230,08 Mio. Einschließlich des oben erwähnten Gewinnvortrags erreichte der Bilanzgewinn EUR 353,13 Mio (2006: 323,05 Mio).
Aus dem Bilanzgewinn wird laut Beschluss der heutigen Hauptversammlung eine Dividende von EUR 200 Mio für das Jahr 2007 ausgeschüttet. Damit durchbricht die ÖIAG in Bezug auf ihre Dividendenleistung an die Republik die Milliardenmarke:
Insgesamt wurden seit Jahresabschluss 2002 Dividendenzahlungen in Höhe von
EUR 1,18 Mrd geleistet. Die ÖIAG hat damit nicht nur sämtliche Schulden der ehemaligen Verstaatlichten abgetragen, sie ist auch in der Lage, beträchtliche Dividenden auszuschütten, die vom Eigentümer unter anderem zur Finanzierung von Forschung und Entwicklung verwendet werden können.
Der durchschnittliche Personalstand der ÖIAG betrug im Berichtszeitraum 27 Personen und lag damit im Schnitt um zwei Personen unter dem Vorjahr.
Trotz schwierigem Börseumfeld erfuhr der Wert der ÖIAG-Beteiligungen eine beachtliche Steigerung. Zum 31.12.2007 repräsentierte das ÖIAG-Portfolio einen Gesamtwert von EUR 8,7 Mrd und übertraf um EUR 0,5 Mrd bzw. 6 % den Vorjahreswert. Die Steigerung des Portfoliowerts lag in erster Linie in der positiven Entwicklung der wertmäßig größten Beteiligung – der OMV – begründet. Durch deren gute Performance auf dem Aktienmarkt konnten die stabilen bzw. leicht rückläufigen Kurstendenzen bei Österreichischer Post, Austrian Airlines und Telekom Austria überkompensiert werden.
Der Privatisierungsauftrag wurde bereits im Geschäftsjahr 2006 zur Gänze abgewickelt. Seither konzentriert sich die ÖIAG auf ihr zweites per Gesetz definiertes Standbein – das Beteiligungsmanagement. Aufgrund ihrer Rechtsstellung und ihrer Funktion als größter Aktionär hält die ÖIAG den Vorsitz im Aufsichtsrat in all ihren Beteiligungsunternehmen. In dieser Funktion bildete die Bestellung von Vorstandsmitgliedern bei Austrian Airlines, Telekom Austria und OMV sowie die Ausschreibung für die Neubestellung eines Vorstandsmitgliedes bei der Österreichischen Post einen Schwerpunkt im abgelaufenen Geschäftsjahr. Ein weiterer Themenschwerpunkt in den Aufsichtsräten war die Entscheidungsfindung zur Änderung von Unternehmensstrukturen. So wurde bei der Telekom Austria der Festnetzbereich aus der Telekom Austria AG ausgegliedert und diese als Konzernholding etabliert, um den geänderten Marktbedingungen in diesem Geschäftssegment mit klareren Steuerungsmöglichkeiten zu entsprechen. Bei Austrian Airlines wiederum stand die Redimensionierung des Langstreckennetzes im Zentrum der Aufsichtsratstätigkeit.
Weitere zentrale Themen waren 2007 große Akquisitionsprojekte zur Absicherung der profitablen Wachstumsstrategie bei Telekom Austria, OMV und Österreichischer Post.
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