Boehler-Uddeholm - Böhler-Uddeholm veröffentlicht Ergebnis für vier Quartale 2007

BOEHLER-UDDEHOLM

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Böhler-Uddeholm veröffentlicht Ergebnis für vier Quartale 2007

- Unverändert robuste Nachfrage
- Auftragseingang auf hohem Niveau
- Deutliche Steigerung bei Umsatz und Ergebnis
- Alle vier Divisionen auf Wachstumskurs

Die Böhler-Uddeholm AG legt einen Zwischenbericht über vier Kalenderquartale 2007 vor, da das Wirtschaftsjahr umgestellt und das Geschäftsjahr 2007/08 somit erst am 31. März 2008 abgeschlossen wird. Ab dann läuft das Wirtschaftsjahr der Böhler-Uddeholm AG synchron mit jenem des Mehrheitseigentümers voestalpine AG.

Böhler-Uddeholm konnte im vierten Quartal 2007 seinen Wachstumskurs ungebrochen fortsetzen und somit im Kalenderjahr 2007 deutlich bei Umsatz, Ergebnis und Profitabilität gegenüber der Vergleichsperiode zulegen. Die positive Konjunkturentwicklung stimulierte auch im vierten Quartal 2007 das organische Wachstum in allen vier Divisionen gegenüber dem vierten Quartal 2006, die robuste Nachfrage für Edelstahl und Werkstoffe führte zu einem spürbaren Mengenwachstum. Durch moderate Erhöhungen der Basispreise und durch die generelle Marktdynamik konnten Rückgänge bei Legierungspreisen (vor allem bei Nickel) und die ungünstige Währungsrelation des US-Dollar gegenüber dem Euro, dem Brasilianischen Real sowie der Schwedischen Krone überkompensiert werden.

Der Auftragseingang im vierten Quartal 2007 stieg von 727,8 m€ um 12 % auf 813,3 m€, damit erhöhte sich der Auftragseingang im gesamten Kalenderjahr 2007 von 2.737,3 m€ um 24 % auf 3.391,8 m€ und erreichte somit einen neuen Spitzenwert. Nahezu alle Produktionsbetriebe in der Böhler-Uddeholm Gruppe waren voll ausgelastet. Der Auftragsstand stieg von 906,9 m€ um 37 % auf 1.246,7 m€ zum 31. Dezember 2007.

Neue Spitzenwerte bei Umsatz und Ergebnis

Der Umsatz der Gruppe verbesserte sich im Kalenderjahr 2007 von 3.090,2 m€ um 18 % auf 3.637,1 m€; dies ist der höchste Wert, den Böhler-Uddeholm bislang innerhalb eines Kalenderjahres erreichen konnte. Eine regionale Aufschlüsselung des Gesamtumsatzes nach Prozentanteilen ergibt folgendes Bild: Die EU-Länder bildeten mit 61 % (60 %) den wichtigsten Markt für Böhler-Uddeholm, gefolgt von Amerika mit 20 % (20 %), Asien mit 12 % (13 %), den übrigen europäischen Ländern mit 4 % (4 %), Australien mit 2 % (2 %) und Afrika mit 1 % (1 %). Bei der Zuordnung nach Sparten machte die Division High Performance Metals 69,8 % (69,2 %) des Gesamtumsatzes aus, gefolgt von der Division Welding Consumables mit 13,9 % (13,4 %), der Division Precision Strip mit 8,9 % (9,9 %) und der Division Special Forgings mit 7,4 % (7,5 %).

Der Betriebserfolg (EBIT) stieg im Kalenderjahr 2007 von 376,0 m€ um 27 % auf 476,0 m€; die EBIT-Marge wurde somit von 12,2 % auf 13,1 % verbessert. Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit (EBT) wuchs von 345,5 m€ um 29 % auf 444,1 m€. Die Steuerquote für den Konzern ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von rund 28 % auf rund 27 % leicht gesunken. Der Jahresüberschuss wurde somit von 248,1 m€ um 31 % auf 325,6 m€ gesteigert.

Da die Dividendenzahlung kombiniert für das Kalenderjahr 2007 (1-12/2007) und das Rumpfgeschäftsjahr 2008 (1-3/2008) erfolgt, wird die Höhe der Ausschüttung erst nach Abschluss des Geschäftsjahres 2007/08 (31. März 2008) festgelegt werden. Dabei wird sowohl das umfangreiche Investitionsprogramm der Böhler-Uddeholm Gruppe als auch das neue Eigentümerverhältnis die Dividendenhöhe maßgeblich beeinflussen.

Ausblick

Das Management der Böhler-Uddeholm AG erwartet einen guten Start in das Jahr 2008 und eine unverändert positive Entwicklung des Geschäftsverlaufs in allen vier Divisionen der Gruppe. Dennoch ist festzuhalten, dass in den kommenden Quartalen mit einer steigenden Unsicherheit in mehreren Bereichen zu rechnen ist: Die Legierungspreise werden voraussichtlich einer weiter zunehmenden Volatilität ausgesetzt bleiben. Auch bei den Währungsparitäten ist in den kommenden Monaten kaum mit einer Entspannung zu rechnen. Schließlich könnte auch die Unsicherheit in der Einschätzung der allgemeinen Entwicklung der Weltwirtschaft zu gedämpften Konjunkturerwartungen in der Stahl- und Edelstahlindustrie führen.

Ungeachtet dessen wird Böhler-Uddeholm seine Anstrengungen bei den Kosteneinsparungen und bei der Produktivitätssteigerung konsequent fortsetzen. Das strategische Investitionsprogramm der Gruppe wird Schritt für Schritt umgesetzt und vom neuen Mehrheitseigentümer voestalpine AG unterstützt. Nachdem im Kalenderjahr 2007 211,0 m€ investiert wurden, soll dieser Wert im kommenden Jahr auf etwa 300 m€ weiter erhöht werden. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Ausweitung der Freiformschmiede-Kapazität in der gesamten Gruppe, um das Marktwachstum in diesem Bereich erfolgreich begleiten zu können.

Divisionen im Überblick

High Performance Metals, die größte Division in der Böhler-Uddeholm Gruppe, setzte im vierten Quartal 2007 den erfreulichen Wachstumskurs der Vorquartale weiter fort. Die gute Auftragslage spiegelte den hohen Bedarf aus den Sektoren Energieerzeugung, Chemie, Offshore, Automobil sowie Werkzeug- und Maschinenbau wider. Der Auftragsstand erreichte eine neue Rekordmarke und bildet somit eine sehr solide Basis für die weitere Entwicklung der Division. Die Märkte in Europa blieben im Berichtszeitraum unverändert fest. In Südamerika – vor allem in Brasilien – wirkte sich die hohe Binnennachfrage positiv auf den Geschäftsverlauf aus, während die Exporte durch die Währungsrelation beeinträchtigt waren. Auch in Indien, China, Afrika und Australien war die Nachfrage überdurchschnittlich hoch. Unter den Erwartungen blieben die Märkte in den USA und in Japan. Durch das gute Preisniveau, den gestiegenen Absatz, die Vollauslastung der Aggregate und umfangreiche Maßnahmen zur Kostenreduktion erreichte die Division eine spürbare Steigerung der Profitabilität und ein Rekordniveau bei Umsatz und Ergebnis im Kalenderjahr 2007.

Die Division Welding Consumables verzeichnete im vierten Quartal 2007 eine nachhaltig stabile Nachfrage in allen relevanten Kernmärkten. Dies gilt sowohl für Schweißelektroden als auch für Schweißdrähte und Lötwerkstoffe. Lediglich in den USA kühlte sich der Bedarf für Schweißzusatzwerkstoffe generell zum Jahresende etwas ab. Bei den Abnehmern sind insbesondere der Energiesektor, aber auch die Anlagenbauer aus den Bereichen Chemie, Petrochemie und Offshore hervorzuheben. Auch der landwirtschaftliche Maschinenbau und der Stahlwerksbau zählen zu den starken Nachfragetreibern. Die Division konnte gegenüber dem vierten Quartal des Vorjahres die Absatzmengen erhöhen, alle Produktionsbetriebe sind gut ausgelastet. Insgesamt wurden somit im Kalenderjahr 2007 Umsatz, Ergebnis, Auftragseingang und Profitabilität neuerlich gesteigert. Es ist jedoch anzumerken, dass sich im vierten Quartal der Margendruck gegenüber den Vorquartalen leicht erhöht hat.

Eine unverändert gute Auftragslage verzeichnete auch die Division Precision Strip im vierten Quartal 2007. Der Motor für diese Entwicklung war vor allem der europäische Markt, aber auch die asiatischen Länder und die USA konnten weiter zulegen. Allerdings dämpfte die Währungsrelation den Geschäftsverlauf in den USA etwas und auch der Rückgang beim Hausbau minderte den Absatz von Bandstahl für Holzsägen. Insgesamt verzeichnete jedoch das Segment Sägebandstahl eine durchwegs gute Nachfrage, da der Bausektor und die metallverarbeitende Industrie einen steigenden Bedarf aufwiesen. Hervorzuheben ist auch das Segment Präzisionskaltband für die Papier-, Automobil- und Uhrenindustrie, das im Berichtszeitraum besonders stark wuchs. Insgesamt hat der Absatz der Division weiter zugenommen, die Preise lagen stabil auf gutem Niveau. Im Kalenderjahr 2007 konnten somit Umsatz, Ergebnis und Auftragseingang verbessert werden. Bei der Profitabilität liegt die Division innerhalb der Böhler-Uddeholm Gruppe unverändert an der Spitze.

Die Division Special Forgings konnte sich im Kalenderjahr 2007 kontinuierlich verbessern, die Nachfrage für geschmiedete Komponenten bewegte sich in allen relevanten Märkten unverändert auf hohem Niveau. Der wesentlichste Geschäftstreiber ist nach wie vor die Flugzeugindustrie und die Triebwerkshersteller. Auch die Nachfrage aus dem Energiesektor entwickelte sich weiterhin stabil, der Bedarf aus dem Nutzfahrzeug- und Maschinenbau erwies sich als sehr robust. Positiv überraschte der Schiffsmotorenbau, der nach einer Schwächephase zur Jahresmitte nun im vierten Quartal wieder kräftig an Schwung gewann.
Die Division verzeichnete insgesamt einen Mengenzuwachs und konnte im Jahresverlauf auch Preiserhöhungen im Markt durchsetzen. Trotz der ungünstigen Währungsrelation zwischen Euro und US-Dollar ist es gelungen, sowohl das Ergebnis als auch die Profitabilität zu steigern. Dabei haben auch Versicherungserträge aus dem Brandschaden am Standort Wetzlar (Juni 2007) zur Ergebnisverbesserung beigetragen. Basierend auf dem hohen Auftragsstand zum Jahresende 2007 sind die Produktionskapazitäten für das laufende Jahr bereits voll ausgelastet.



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