FORMAT: Finanzprüfung bei bwin wegen angeblicher Steuerhinterziehung
Klagen von French Open-Veranstalter in Frankreich
Das Landesgericht für Strafsachen Wien hat das
Finanzministerium ersucht, möglichen steuerlichen Vergehen von bwin
nachzugehen. Das geht aus einem FORMAT vorliegenden Schreiben von
Richter Michael Tolstiuk an das Finanzministerium hervor. Damit
reagiert das Straflandesgericht auf die von Anwalt Dieter Böhmdorfer
im Auftrag der Omnia Communication Centers verfasste
Finanzstrafanzeige, wonach der Online-Wettanbieter die Steuerpflicht
in Österreich umgangen sei. Konkret wird bwin vorgeworfen, in
Österreich Teile der Körperschafts- und Umsatzsteuer nicht abgeführt
zu haben. Karin Klein von bwin zu FORMAT: "Wir sind davon überzeugt,
dass sich alle Vorwürfe finanzstrafrechtlicher Natur als haltlos
erweisen." Es handle sich um eine reguläre Finanzprüfung.
Gegenwind bekommen die beiden bwin-Vorstände Manfred Bodner und
Norbert Teufelberger auch in Frankreich: Die Veranstalter des
Tennis-Turniers French Open haben gegen bwin und zwei weitere
Wettanbieter rechtliche Schritte eingeleitet. Sie wollen nicht, dass
Wetten auf die Spiele angeboten werden. Die sportliche Ethik sei in
Gefahr, fürchten die Macher der French Open. "Es ist davon
auszugehen, dass sämtliche Klagen wie schon in der Vergangenheit
abgewiesen werden", so Klein, zuständig für den Bereich "Regulatory
Affairs" bei bwin.