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AK klagt Meinl Bank und Meinl Success
Die AK hat bereits zwei Klagen eingebracht, eine wird derzeit
noch geprüft - AK verlangt Gruppenklagen
Die AK hat heute, Montag, zwei Klagen gegen die Meinl
Bank und Meinl Success eingebracht. Eine Schadenersatzklage gegen die
Meinl Bank wird gerade geprüft. "Viele Sparer haben etwa ihren
Bausparer für die Meinl European Zertifikate geopfert", sagt AK
Direktor Werner Muhm, "viele haben auch wegen der Werbung mit einem
Sparschwein ihre Zertifikate gekauft. Und auch die Berater haben
alles schöngeredet, aber auf das Risiko wurde nirgends hingewiesen."
Außerdem gab es viele Gebühren, zB Bestands-, Lizenz- oder
Abschlussgebühr, die extrem hoch waren. Bei den Arbeiterkammern haben
sich rund 650 KonsumentInnen gemeldet. "Meinl zeigt, dass
Gruppenklagen notwendig sind", sagt Muhm und fordert, dass das Gesetz
für die Gruppenklagen so rasch als möglich beschlossen wird.
Die AK führt für einen Anleger ein Musterverfahren
(Schadenersatzklage) gegen die Meinl Success. Laut AK ist dem Anleger
ein Schaden entstanden, weil Meinl Success den Anleger nicht über
alle mit der Anlage verbundenen Risiken aufgeklärt hat, obwohl das
das Wertpapieraufsichtsgesetz vorschreibt.
Der Verkaufsprospekt von Meinl Bank und Meinl Success ist nach
Ansicht der AK irreführend. Daher bringt die AK gegen Meinl Bank und
Meinl Success auch eine UWG-Klage ein. "Der Prospekt war schön und
positiv formuliert, ohne auf die damit verbundenen Risiken
hinzuweisen", sagt Muhm. Mit der Unterlassungsklage soll abgeklärt
werden, dass wesentliche Aussagen der Verkaufsprospekte irreführend
waren und gegen das Kapitalmarktgesetz verstoßen haben. Außerdem soll
verhindert werden, dass künftig mit irreführenden Aussagen geworben
werden kann. "Geschädigten Anlegern soll es dadurch erleichtert
werden, ihre Schadenersatzansprüche durchzusetzen", so Muhm.
Außerdem prüft die AK gerade eine Schadenersatzklage gegen die
Meinl Bank. Hierbei soll geklärt werden, inwieweit die Meinl Bank
nicht auch für den Anlegern entstandenen Schaden haftet. Zwischen
Meinl Bank und Meinl Success bestünden nach Ansicht der AK
vertragliche Vereinbarungen. Daher würde der Meinl Bank ein
maßgeblicher Einfluss auf die Meinl European Land zu kommen.
Achtung: Frühestens nach drei Jahren könnte der Anspruch
verjähren. Eine Klage sollte daher sicherheitshalber innerhalb von
drei Jahren ab Kauf der Wertpapiere eingebracht werden. Die AK
empfiehlt Anlegern mit einer Rechtsschutzversicherung, mit Hilfe der
Versicherung den Schaden einzuklagen.
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