|
UCP Chemicals bläst Börsegang wegen Aktienkrise ab
Auch Saubermacher-Börsegang wackelt, laut Firmenchef Hans Roth
ist wieder "alles offen" - Schiebel-Börsegang "kein Thema" mehr
Die internationale Börsekrise hat jetzt auch
Auswirkungen auf die in Österreich geplanten Börsegänge. Das Wiener
Chemie-Unternehmen UCP Chemicals hat den schon fix geplanten
Börsegang wegen des schlechten Klimas an den Aktienmärkten abgesagt.
Das berichtet die Tageszeitung ÖSTERREICH in ihrer morgen, Mittwoch,
erscheinenden Ausgabe.
Laut ÖSTERREICH haben die UCP-Vorstände Alexander Gerdt, Heinz
Kaiser und Jörg Talbiersky ein Schreiben an die drei
Haupt-Gesellschafter geschickt, in dem es heißt, dass das Interesse
der Investoren beim Pre-Marketing wegen der Turbulenzen auf den
Aktienmärkten unter den Erwartungen gelegen sei und man den IPO
deshalb auf unbestimmte Zeit verschiebe.
August André de Roode, Chef der Metis AG, welcher die UCP
gemeinsam mit zwei Privatstiftungen gehört, kommentierte gegenüber
ÖSTERREICH: "Die Börsesituation ist selbsterklärend - in dieser
Atmosphäre kann ich allen Unternehmen, die es trotzdem versuchen, nur
herzlich zu ihrem Mut gratulieren."
Auch der Börsegang des steirischen Müllentsorgers Saubermacher
steht an der Kippe. Die "Roadshow", also die Vorgespräche mit
potentiellen Investoren, sind bereits abgeschlossen, das Ergebnis
muss erst noch genauer analysiert werden. "Derzeit ist wieder alles
offen", sagte Firmenchef Hans Roth zu ÖSTERREICH. Firmensprecher
Daniel Ulz konkretisierte: "Die Chancen stehen fünfzig zu fünfzig."
Vom Tisch ist auch der Börsegang der Hightech-Firma Schiebel
Electronics. Firmenchef Hans-Georg Schiebel will das aber nicht auf
das Börseklima schieben. "Ich finde es gar nicht so schlecht", meint
er im Gespräch mit ÖSTERREICH, "wir haben aber derzeit viel zu tun
und einfach keine Zeit, uns damit zu befassen."
|