|
OeNB-Kursverluste und Kapitalabflüsse im 3.Quartal
Entwicklung der inländischen Investmentfonds im dritten Quartal
2007
Die Zurückhaltung der Anleger bei Neuinvestitionen in
Investmentfonds setzte sich im 3. Quartal fort, sodass sich insgesamt
ein Nettokapitalabfluss von 2,78 Mrd EUR ergab. Verstärkt durch
Kursverluste von 0,36 Mrd EUR führte dies zu einer Verringerung des
veranlagten Kapitals (exklusive "Fonds in Fonds"-Veranlagungen) von
3,15 Mrd EUR bzw. 2,2%. Ende September betrug das netto in
Investmentfonds veranlagte Kapital 141,40 Mrd EUR.
Von Anfang Jänner bis Ende September 2007 errechnete sich eine
kapitalgewichtete durchschnittliche Gesamtperformance aller
österreichischen Investmentfonds (Publikumsfonds und Spezialfonds)
von +2,2%. Dabei verzeichneten Aktienfonds eine positive Performance
von 6,5% und Mischfonds ein Plus von 2,6%. Rentenfonds zeigten einen
leichten Kursgewinn von 0,43%. Die österreichischen Immobilienfonds
konnten sich mit +4,3% weiterhin dem Sog fallender Immobilienmärkte
entziehen.
Die Anzahl der Kapitalanlagegesellschaften erhöhte sich um eine
Gesellschaft, die Innovest Kapitalanlage AG, ein Tochterunternehmen
der Siemens AG Österreich. Ende September 2007 verwalteten somit 28
Institute mit insgesamt 2.273 aufgelegten Investmentfonds (1.572
Publikumsfonds und 701 Spezialfonds )) einen Vermögensbestand (inkl.
"Fonds in Fonds" Veranlagungen) von 171,2 Mrd EUR (Ende Juni 2007:
174,3 Mrd EUR).
Die Unsicherheit auf den Märkten stimmte die Anleger auch im 3.
Quartal bei Neuinvestitionen sehr zurückhaltend, sodass sich
insgesamt ein Nettokapitalabfluss von 2,78 Mrd EUR ( 1,9%) ergab.
Verstärkt durch Kursverluste von 0,36 Mrd EUR führten dies zu einer
Verringerung des veranlagten Kapitals (exklusive "Fonds in
Fonds"-Veranlagungen) von 3,15 Mrd EUR bzw. 2,2%. Damit lag von
Jahresbeginn bis Ende September nur mehr ein sehr geringer Anstieg
des veranlagten Kapitals von 0,57 Mrd EUR bzw. 0,41% vor. Ende
September betrug das netto in Investmentfonds veranlagte Kapital
141,40 Mrd EUR.
Nachgebende Aktienmärkte und die schlechte Entwicklung der
Rentenfonds drückten auf die Gesamtperformance. So ergab sich von
Anfang Jänner bis Ende September eine kapitalgewichtete
durchschnittliche Gesamtperformance aller österreichischen
Investmentfonds (Publikumsfonds und Spezialfonds) von 2,2%. Dabei
verzeichneten Aktienfonds eine positive Performance von 6,5% und
Mischfonds ein Plus von 2,6%. Rentenfonds wiesen einen nur schwachen
Kursgewinn von 0,43% auf. Auch Alternative Fonds zeigten eine nur
gering positive Performance von 0,69%. Gut entwickelten sich
Immobilienfonds, die sich weiter dem Sog fallender Immobilienmärkte
entziehen konnten. Während der Immobilienindex Wien (IATX) im ersten
Halbjahr einen Verlust von 20,7% zeigte, setzten sich die
österreichischen Immobilienfonds mit +4,3% positiv von dieser
Entwicklung ab.
Der Vermögensbestand der Investmentfonds verringerte sich im 3.
Quartal um 3,16 Mrd. EUR. Verantwortlich dafür waren vor allem
Auslandswerte ( 3,37 Mrd EUR) während sich die Bestände im Inland nur
um 0,83 Mrd EUR reduzierten. Das einzige Veranlagungssegment mit,
wenn auch geringen Zuwächsen, waren Veranlagungen in Immobilien. Der
Cash-Bestand wurde um 0,81 Mrd EUR aufgestockt.
Mit einem Anteil von 60,1% (84,97 Mrd EUR) wird die Struktur des
veranlagten Kapitals von Rentenwerten dominiert, gefolgt von den
Aktien und Beteiligungspapieren mit 20,3% (28,73 Mrd EUR), den
ausländischen Investment-zertifikaten mit 10,5% (14,89 Mrd EUR) und
den sonstigen Vermögensanlagen mit 8,0% (11,30 Mrd EUR). In
Immobilien- und Sachanlagenvermögen war per Ende September 2007 ein
Volumen von 1,52 Mrd EUR (1,1%) investiert. Der Anteil an
inländischen Aktien und Beteiligungspapieren beträgt weiterhin nur
2,6% des von Fonds veranlagten Kapitals.
Per Ende September 2007 wurden in den Ländern der Währungsunion
(exkl. Österreich) 69,95 Mrd EUR (49,5%), in Ländern der übrigen Welt
40,97 Mrd EUR (29,0%) und im Inland 30,48 Mrd EUR (21,6%) veranlagt.
|