Boehler-Uddeholm - Böhler-Uddeholm veröffentlicht Ergebnis für 1. Halbjahr 2007

BOEHLER-UDDEHOLM

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Böhler-Uddeholm veröffentlicht Ergebnis für 1. Halbjahr 2007

Auftragseingang erreicht Spitzenwert
Anstieg bei Umsatz und Ergebnis
Bestes Halbjahr in Konzerngeschichte
Rekordjahr 2007 in Reichweite
Neue Eigentümerstruktur – neue Finanztermine

Nachdem der Böhler-Uddeholm Konzern im 1. Quartal 2007 Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis erreicht hat, konnten diese nun im 2. Quartal 2007 nochmals übertroffen werden. Die Gründe hierfür sind einerseits die nachhaltig robuste Nachfrage weltweit sowie andererseits das unverändert hohe Preisniveau und die stetige Verbesserung des Produkt Mix. Aber auch das umfangreiche Investitionsprogramm der Gruppe und die strikten Maßnahmen zur Kostenreduktion trugen wesentlich zu dieser erfreulichen Entwicklung bei. Böhler-Uddeholm schließt somit das bislang beste Halbjahr in seiner Konzerngeschichte ab. Der Auftragseingang verbesserte sich im 2. Quartal 2007 (April – Juni) von 650,4 m€ um 36 % auf 884,3 m€. In Summe erreichte der Auftragseingang im 1. Halbjahr 2007 insgesamt 1.764,7 m€ und erhöhte sich dadurch um 31 % gegenüber dem Wert von 1.352,1 m€ im 1. Halbjahr 2006. Der Auftragsstand lag zum 30. Juni 2007 bei 1.150,2 m€ und damit um 46 % über dem Wert von 790,1 m€ zum selben Stichtag des Vorjahres. Der Konzern ist in allen vier Divisionen sehr gut ausgelastet, in einigen Produktsegmenten reichen die Orders bis in das Jahr 2009 hinein.

Der Umsatz des Böhler-Uddeholm Konzerns wurde im 1. Halbjahr 2007 von 1.548,4 m€ um 18 % auf 1.821,2 m€ erhöht. Diese Steigerung konnte ausschließlich aus organischem Wachstum generiert werden. Durch den Umsatzanstieg wuchs der Betriebserfolg (EBIT) von 173,6 m€ um 32 % auf 229,1 m€. Die EBIT-Marge erreichte somit im 1. Halbjahr 2007 12,6 % im Vergleich zu 11,2 % im 1. Halbjahr 2006.

Das Ergebnis der Geschäftstätigkeit (EGT) konnte von 161,1 m€ um 32 % auf 213,1 m€ verbessert werden. Die Steuerquote im Böhler-Uddeholm Konzern lag unverändert bei 28 %. Der Periodenüberschuss erhöhte sich damit im 1. Halbjahr 2007 von 116,0 m€ um 32 % auf 153,4 m€.

Böhler-Uddeholm hat – wie geplant – im 1. Halbjahr 2007 einen Großteil seines umfangreichen Investitionsprogramms abgeschlossen. Dazu zählen etwa das neue Walzwerk am brasilianischen Standort Sumaré (Villares Metals S.A.), die Schmiedepresse sowie die Elektroschlacke-Umschmelzanlage am österreichischen Standort Kapfenberg (Böhler Schmiedetechnik GmbH & Co KG, Böhler Edelstahl GmbH & Co KG) und die Produktionsanlage für Schweißzusatzmaterialien am chinesischen Standort Suzhou (Böhler Thyssen Welding Technology Co. Ltd.). Insgesamt blieben in der Berichtsperiode die Investitionen im Konzern mit 79,2 m€ auf dem Niveau der Vergleichsperiode. Für das Gesamtjahr 2007 ist daher mit einem Investitionsvolumen von rund 220 m€ zu rechnen.

Ausblick

Aufbauend auf den soliden Ergebnissen der ersten sechs Monate 2007 erwartet das Management der Böhler-Uddeholm AG auch im 2. Halbjahr eine ähnlich gute Entwicklung. Aus heutiger Sicht sollte die Nachfrage vor allem von den Abnehmern aus den Sektoren Energieerzeugung, Ölfeldservice, Flugzeug- und Maschinenbau auf hohem Niveau bleiben. Somit ist im Gesamtjahr 2007 mit neuerlichen Spitzenwerten bei Umsatz und Ergebnis zu rechnen. Als Risikofaktoren bleiben jedoch unvermindert die Entwicklungen bei den Währungsparitäten, Rohstoffpreisen und Energiekosten im Blickfeld des Vorstands.

Divisionen im Überblick

Die anhaltend gute Konjunktur ermöglichte der Division High Performance Metals im 2. Quartal 2007 eine weitere Erhöhung der Absatzmenge. Die Preise bewegten sich unverändert auf hohem Niveau – dies gilt auch für die Legierungspreise, wobei jedoch die Volatilität beim Nickelpreis vor dem Sommer spürbar zugenommen hat. Besonders stark zeigten sich die Märkte in Europa und Lateinamerika in allen wesentlichen Produktsegmenten der Division. In Asien sorgten vor allem die Märkte in China und Indien für Wachstum, während in Japan die Währungsparität und in Thailand das generell verhaltene Investitionsklima den Geschäftsverlauf dämpfte. In Nordamerika hielt sich die Nachfrage für Schnellarbeitsstahl und Spezialstahl auf gutem Niveau, der Absatz von Werkzeugstahl lag jedoch weiterhin unter den Erwartungen. Die Nachfragetreiber sind vor allem die Sektoren Energieerzeugung, Chemie, Ölfeldtechnik, Flugzeug-, Maschinen- und Werkzeugbau. Auch die Automobilindustrie gewann mit Ausnahme Nordamerikas an Dynamik. Insgesamt konnte die größte Division im Böhler-Uddeholm Konzern das 1. Halbjahr 2007 mit signifikanten Steigerungen bei Umsatz, Ergebnis und Auftragseingang abschließen.

Die Division Welding Consumables hat im 2. Quartal 2007 gegenüber dem bereits sehr guten 1. Quartal nochmals zugelegt und sowohl in allen relevanten Produkt- als auch Abnehmersegmenten Wachstum generiert. Der mit Abstand stärkste Treiber für diese Division ist derzeit jedoch der Energiesektor im Allgemeinen und die Bereiche Kraftwerksbau, Petrochemie, Chemie, Offshore und LNG-Tanks im Besonderen. Die Nachfrage war im 2. Quartal vor allem bei mittel-, hoch- und höchstlegierten Schweißzusatzmaterialien äußerst zufriedenstellend – dies gilt für Schweißelektroden gleichermaßen wie für Schweißdrähte. Regional betrachtet zeigten sich sowohl die Märkte in Europa als auch in Nordamerika und Asien sehr robust. Die Division konnte diese günstigen Rahmenbedingungen nützten, um die Absatzmenge bei einem gleichzeitig stabilen Preisumfeld merklich zu steigern. Insgesamt wurden dadurch im 1. Halbjahr 2007 bei Umsatz, Ergebnis und Auftragseingang neue Rekordwerte erreicht.

Die Division Precision Strip verzeichnete im 2. Quartal 2007 einen weiterhin positiven Geschäftsverlauf. In Summe konnte somit im 1. Halbjahr 2007 der Umsatz gegenüber der Vergleichsperiode leicht verbessert werden. Der Auftragseingang wurde hingegen deutlich erhöht, da in allen Kernmärkten der Bedarf kontinuierlich stieg. Dabei waren die größten Zuwächse in den europäischen Ländern zu verzeichnen und hier insbesondere in Deutschland. Bei den einzelnen Produktsegmenten sind vor allem Sägebandstahl für den Maschinen- und Hausbau hervorzuheben, aber auch Spezialbandstahl für die Uhrenindustrie, die Papiererzeugung und das Druckereigewerbe. Die Division konnte das hohe Ertragsniveau gegenüber dem Vorjahr halten, obwohl die Rohstoffpreise weiter gestiegen sind und durch einen Brand am Standort Wetzlar (Deutschland) die Produktion kurzfristig beeinträchtigt war. In der Profitabilität lag die Division dennoch unverändert an der Spitze aller Konzerndivisionen.

Ein unverändert günstiges Marktumfeld in allen Kernmärkten verzeichnete auch die Division Special Forgings im 2. Quartal des laufenden Berichtsjahres. Die Nachfrage aus der Flugzeugindustrie war unvermindert gut, wenn auch die Euro-Dollar-Parität die Ergebnismargen belastet. Im Turbinenbau belebte sich der Bedarf kontinuierlich und auch im Nutzfahrzeugbau sowie im Maschinenbau erhöhten sich die Absatzmengen. Die Division konnte daher in den ersten sechs Monaten Umsatz, Ergebnis und Auftragseingang gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr steigern. Darüber hinaus ist es durch strikte Kostenreduktion und entsprechende Preiserhöhungen gelungen, die Profitabilität etwas zu verbessern.

Neue Eigentümerstruktur – neue Finanztermine

Im Juni 2007 erfolgte die mehrheitliche Übernahme der Böhler-Uddeholm AG durch die voestalpine AG, nachdem der bislang größte Aktionär – die BU Industrieholding GmbH – seine Anteile an die voestalpine verkauft hat. Die mehrheitliche Übernahme durch voestalpine im Wege eines freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebots wurde vom Vorstand der Böhler-Uddeholm AG begrüßt und unterstützt. Die Maßnahmen zur Integration von Böhler-Uddeholm als Teilkonzern in die voestalpine-Gruppe wurden bereits im Juli gestartet und werden zügig vorangetrieben. Unabhängig davon werden die Rechte der anderen Aktionäre uneingeschränkt gewahrt bleiben.

Bedingt durch die mehrheitliche Übernahme wird Böhler-Uddeholm künftig seinen Finanzkalender an jenen der voestalpine anpassen. Als erster Schritt wird die Veröffentlichung des Ergebnisses der ersten drei Quartale vom 12. November auf den 13. November 2007 verschoben. Damit veröffentlicht Böhler-Uddeholm sein Ergebnis über die ersten drei Quartale 2007 zum selben Zeitpunkt wie voestalpine das Ergebnis der ersten zwei Quartale 2007/08. Darüber hinaus soll das Wirtschaftsjahr von Böhler-Uddeholm an jenes der voestalpine angeglichen werden (1. April bis 31. März statt 1. Januar bis 31. Dezember). Dieser Vorschlag wird den Aktionären von Böhler-Uddeholm in einer außerordentlichen Hauptversammlung am 20. September 2007 zum Beschluss vorgelegt.



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