bwin.party - bwin veröffentlicht das Ergebnis für das zweite Quartal 2007

BWIN.PARTY

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1,55 EUR -6,30%
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bwin veröffentlicht das Ergebnis für das zweite Quartal 2007

Erläuterungen

Dieser Bericht enthält unter anderem Aussagen über mögliche zukünftige Entwicklungen, die basierend auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen erstellt wurden. Diese Aussagen, welche die gegenwärtige Einschätzung des Vorstandes hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln, sind nicht als Garantien zukünftiger Leistung zu verstehen und beinhalten schwer vorhersehbare Risken und Unsicherheiten. Verschiedenste Ursachen könnten dazu führen, dass tatsächliche Ergebnisse oder Umstände grundlegend von den in den Aussagen getroffenen Annahmen abweichen.

Diese Darstellung bezieht die stille Beteiligung bwin e.K in einer pro-forma konsolidierten Version ein und unterscheidet sich daher vom Konzernabschluss. Grundsätzliche Aussagen des Managements zur Entwicklung der Gesellschaft werden dadurch nicht beeinflusst.

Highlights
Q2 2007 (pro-forma konsolidiert)

Brutto-Gaming-Erträge bei 75,6 Mio. EUR (Q2 2006: 73,6 Mio. EUR exkl. US-Geschäft)
Sportwetten-Bruttorohertrag von 37,4 Mio. EUR (Q2 2006: 41,6 Mio. EUR); Sportwetten-Marge bei 7,2 %
Gesamt-Erträge bei 75,4 Mio. EUR (Q2 2006: 63,6 Mio. EUR exkl. US-Geschäft)
758.000 aktive sowie 173.000 neue aktive Echtgeld-Kunden
EBITDA bei 6,8 Mio. EUR (Q2 2006: minus 18,6 Mio. EUR)
Ergebnis nach Steuern minus 5,6 Mio. EUR (Q2 2006: minus 28,6 Mio. EUR)

Erstes Halbjahr 2007 (pro-forma konsolidiert)

Brutto-Gaming-Erträge bei 165,1 Mio. EUR (H1 2006: 144,9 Mio. EUR exkl. US-Geschäft)
Gesamt-Erträge bei 165,7 Mio. EUR (H1 2006: 130,0 Mio. EUR exkl. US-Geschäft)
1,1 Mio. aktive sowie 378.000 neue aktive Echtgeld-Kunden
EBITDA bei 30,0 Mio. EUR (H1 2006: minus 3,8 Mio. EUR)
Ergebnis nach Steuern 4,3 Mio. EUR (H1 2006: minus 27,1 Mio. EUR)
Regulatorische Entwicklungen

Geschäftsverlauf im zweiten Quartal 2007
Brutto-Gaming-Erträge bei 75,6 Mio. EUR (Q2 2006: 73,6 Mio. EUR exkl. US-Geschäft)

bwin erwirtschaftete im Q2 2007 Brutto-Gaming-Erträge (Summe der Bruttoroherträge aus Wettgeschäft, Poker, Casino und Games) in Höhe von 75,6 Mio. EUR. Trotz der mit Anfang März 2007 erfolgten Einstellung des Angebots an Online-Gaming-Produkten in der Türkei sowie einer unterdurchschnittlichen Sportwetten-Marge erzielte bwin eine geringfügige Steigerung gegenüber der von der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland geprägten Vergleichsperiode des Vorjahrs (Q2 2006: 73,6 Mio. EUR exkl. US-Geschäft). Der aus dem Poker-, Casino- und Games-Bereich erwirtschaftete Bruttorohertrag belief sich auf jeweils 20,3 Mio. EUR (Q2 2006: 14,3 Mio. EUR exkl. US-Geschäft), 14,6 Mio. EUR (Q2 2006: 14,2 Mio. EUR exkl. US-Geschäft) und 3,3 Mio. EUR (Q2 2006: 3,5 Mio. EUR exkl. US-Geschäft).

Sportwetten-Bruttorohertrag von 37,4 Mio. EUR (Q2 2006: 41,6 Mio. EUR); Sportwetten-Marge bei 7,2 %

Aufgrund zahlreicher aus Buchmachersicht unvorteilhafter Favoritensiege gegen Ende der Spielsaison lag die Sportwetten-Marge bei 7,2 % (Q2 2006: 7,7 %). bwin erwartet über das Jahr eine Sportwetten-Marge in der Bandbreite von 8 % bis 10 %.

Gesamt-Erträge bei 75,4 Mio. EUR (Q2 2006: 63,6 Mio. EUR exkl. US-Geschäft)

Die Netto-Gaming-Erträge (Brutto-Gaming-Erträge abzüglich aller Erlösschmälerungen wie Wettgebühren, Casinosteuern und an Kunden gewährte Boni) betrugen im Q2 2007 66,3 Mio. EUR. Im Vergleich zum Q2 2006 (60,2 Mio. EUR exkl. US-Geschäft) entspricht dies einer Steigerung von rund 10,2 %. Dies ist vor allem auf einen Anstieg der Netto-Gaming-Erträge aus dem Bereich Poker um 51,1 % auf 19,0 Mio. EUR zurückzuführen (Q2 2006: 12,5 Mio. EUR exkl. US-Geschäft).

Aus der Auslandsvermarktung der Spielrechte der ersten und zweiten Deutschen Fußballbundesliga (DFL) erzielte bwin im Q2 2007 Erlöse in Höhe von 5,1 Mio. EUR (Q1 2007: 5,2 Mio. EUR). Insgesamt steigerte bwin die Gesamt-Erträge um 18,5 % im Vergleich zum Q2 2006 (63,6 Mio. EUR exklusive US-Geschäft) auf 75,4 Mio. EUR im Q2 2007.

758.000 aktive sowie 173.000 neue aktive Echtgeld-Kunden

Die Entwicklung sowohl der aktiven als auch der neuen aktiven Echtgeld-Kunden im Q2 2007 war maßgeblich durch die Einstellung des Angebots an Online-Gaming-Produkten in der Türkei sowie die deutliche Reduktion des Marketingbudgets geprägt. Wie bereits kommuniziert, ist aufgrund von Trägheitseffekten im Sportsponsoring mit einer Optimierung des Marketing-Mix erst im kommenden Jahr zu rechnen.

Die Zahl der im Q2 2007 aktiven Kunden (Einmalzählung über alle Produkte) sank im Vergleich zum von der Fußball-Weltmeisterschaft geprägten Q2 2006 von 1.017.000 (exkl. US-Geschäft) um 25,4 % auf 758.000. Gegenüber dem saisonal stärkeren Q1 2007 (inkl. zwei Monate Türkei-Geschäft) zeigt sich die aktive Kundenbasis mit einem geringfügigen Rückgang von 4,9 % jedoch im Rahmen der Erwartungen.

Im Q2 2007 waren 173.000 Kunden erstmals aktiv (Q2 2006: 445.000 exkl. US-Geschäft bzw. Q1 2007: 205.000 -Summe der neuen aktiven Kunden aus Sportwetten, Poker, Casino und Games). Mit dem im Q4 2007 geplanten Kunden-Loyalitätsprogramm sowie gezielten Reaktivierungsmaßnahmen soll das Serviceangebot sowohl für neue als auch für bestehende Kunden noch attraktiver werden. bwin verspricht sich davon eine positive Wirkung auf die Anzahl der aktiven Kunden.

Die Kosten (inklusive Boni) pro neuen aktiven Kunden betrugen 189,4 EUR (Q2 2006: 145,9 EUR exkl. US-Geschäft) und erhöhten sich gegenüber dem Q1 2007 (147,7 EUR) um 28,2 %. Der Anstieg ist auf zunehmenden Wettbewerb am europäischen Markt sowie den derzeit nicht optimalen Marketing-Mix zurückzuführen.

EBITDA bei 6,8 Mio. EUR (Q2 2006: minus 18,6 Mio. EUR)

bwin setzte auch im Q2 2007 die kommunizierte Strategieanpassung erfolgreich um und verbesserte gegenüber der vergleichbaren Periode des Vorjahrs das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 6,8 Mio. EUR (Q2 2006: minus 18,6 Mio. EUR). Der Rückgang im Vergleich zum Vorquartal (Q1 2007: 23,2 Mio. EUR) ist im Wesentlichen auf die unterdurchschnittliche Sportwetten-Marge und den Wegfall des Türkei-Geschäfts zurückzuführen.

Marketingaufwendungen

Die Marketingaufwendungen in Höhe von 25,6 Mio. EUR wurden im Q2 2007 gegenüber dem Q2 2006 (59,9 Mio. EUR) deutlich reduziert. Im Vergleich zum Q1 2007 wurden im Q2 2007 stärkere Akzente im Akquisitionsmarketing sowie gezielte Reaktivierungsmaßnahmen gesetzt. An Kunden-Boni wurden im Q2 2007 insgesamt 7,1 Mio. EUR gewährt. Dies entspricht rund 9,4 % der Brutto-Gaming-Erträge (Q1 2007: 5,5 Mio. EUR oder 6,2 % der Brutto-Gaming-Erträge). Durch die Erfolge der bwin Partner im Sportsponsoring (AC Milan gewann die Champions League) wurden im Q2 zusätzliche Prämien ausbezahlt.

Personalaufwendungen

Mit 17,5 Mio. EUR (Q2 2006: 13,1 Mio. EUR) erhöhten sich die Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr. Die Steigerung ist Ergebnis der deutlichen Zunahme des Personalstands sowie nicht zahlungswirksame Aufwendungen in Höhe von 3,1 Mio. EUR (Q2 2006: 0,5 Mio. EUR) im Zusammenhang mit aktienbasierter Vergütung. Der Personalstand beläuft sich zum Stichtag 30. Juni 2007 auf 970 Mitarbeiter (30. Juni 2006: 817). Wie in den Vorquartalen resultiert die Erhöhung vor allem aus den Bereichen IT-Entwicklung, Business Development und Kundenservice. bwin sieht in motivierten und qualifizierten Mitarbeitern weiterhin einen langfristigen strategischen Erfolgsfaktor.

Sonstige Aufwendungen

Die sonstigen Aufwendungen der bwin Gruppe verringerten sich um 8,5 % auf 25,4 Mio. EUR (Q2 2006: 27,8 Mio. EUR). Auch im Vergleich zum Q1 2007 (26,5 Mio. EUR) sanken die sonstigen Aufwendungen um 3,9 %.

Die Spesen des Geldverkehrs sanken von 8,7 Mio. EUR im Q2 2006 auf 6,6 Mio. EUR im Q2 2007. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen (Leistungen von Dritten, Internetgebühren) stiegen von 5,9 Mio. EUR im Q2 2006 auf 6,5 Mio. EUR im Q2 2007 und sind auf Kostensteigerungen im Bereich externe Software-Entwicklung und eine deutliche Ausweitung des Angebots an Live-Streams zurückzuführen. Die Kosten für Beratung, insbesondere Rechtsberatung, sanken von 5,3 Mio. EUR im Q2 2006 auf 4,5 Mio. EUR im Q2 2007. Die Kosten für die Infrastruktur lagen bei 3,8 Mio. EUR (Q2 2006: 4,4 Mio. EUR). An sonstigen Kosten fielen im Q2 2007 4,0 Mio. EUR an (Q2 2006: 3,5 Mio. EUR).

Ergebnis nach Steuern minus 5,6 Mio. EUR (Q2 2006: minus 28,6 Mio. EUR)

Im Q2 2007 verzeichnete bwin Abschreibungen in Höhe von 11,7 Mio. EUR (Q2 2006: 13,1 Mio. EUR). Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erhöhte sich hauptsächlich durch Investitionen in die Erweiterung der technischen Infrastruktur auf 5,1 Mio. EUR (Q2 2006: 4,0 Mio. EUR). Für die Rechte der DFL fielen Abschreibungen in Höhe von 4,8 Mio. EUR an (Q1 2007: 4,8 Mio. EUR). Die akquisitionsbedingten Abschreibungen betrugen wie im Q1 2007 1,8 Mio. EUR und reduzierten sich deutlich gegenüber der vergleichbaren Periode des Vorjahrs (Q2 2006: 9,1 Mio. EUR). Das operative Ergebnis verbesserte sich von minus 31,7 Mio. EUR im Q2 2006 auf minus 4,9 Mio. EUR im Q2 2007. Der Verlust nach Steuern und Ergebnisanteilen Dritter betrug im Q2 2007 5,6 Mio. EUR, nachdem in der Vergleichsperiode des Vorjahrs ein Verlust von 28,6 Mio. EUR verzeichnet wurde.

Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2007
Brutto-Gaming-Erträge bei 165,1 Mio. EUR (H1 2006: 144,9 Mio. EUR exkl. US-Geschäft)

bwin erwirtschaftete im H1 2007 Brutto-Gaming-Erträge in Höhe von 165,1 Mio. EUR. Trotz der Einstellung des Angebots an Online-Gaming-Produkten in der Türkei Anfang März 2007 sowie einer unterdurchschnittlichen Sportwetten-Marge im Q2 2007 erzielte bwin eine Steigerung von 13,9 % gegenüber dem von der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland geprägten H1 2006 (exklusive US-Geschäft). Der aus dem Poker-, Casino- und Games-Bereich erwirtschaftete Bruttorohertrag belief sich auf jeweils 40,0 Mio. EUR (H1 2006: 28,9 Mio. EUR exkl. US-Geschäft), 30,7 Mio. EUR (H1 2006: 28,8 Mio. EUR exkl. US-Geschäft) und 6,8 Mio. EUR (H1 2006: 6,5 Mio. EUR exkl. US-Geschäft).

Der Bruttorohertrag aus dem Bereich Sportwetten stieg im Vergleich zum H1 2006 um 8,3 % auf 87,5 Mio. EUR (H1 2006: 80,8 Mio. EUR). Die Sportwetten-Marge betrug im H1 2007 8,4 % (H1 2006: 8,4 %) und liegt damit am unteren Ende der über das Jahr erwarteten Sportwetten-Marge in einer Bandbreite von 8 % bis 10 %.

Gesamt-Erträge bei 165,7 Mio. EUR (H1 2006: 130,0 Mio. EUR exkl. US-Geschäft)

Die Netto-Gaming-Erträge (Brutto-Gaming-Erträge abzüglich aller Erlösschmälerungen wie Wettgebühren, Casinosteuern und an Kunden gewährte Boni) betrugen im H1 2007 147,7 Mio. EUR. Im Vergleich zum H1 2006 (123,7 Mio. EUR exkl. US-Geschäft) entspricht dies einer Steigerung von rund 19,4 %. Dies ist vor allem auf einen Anstieg der Netto-Gaming-Erträge aus dem Bereich Poker um 46,6 % auf 37,2 Mio. EUR zurückzuführen (H1 2006: 25,4 Mio. EUR exkl. US-Geschäft).

Der Erlös aus der Auslandsvermarktung der Spielrechte der ersten und zweiten Deutschen Fußballbundesliga (DFL) betrug im H1 2007 10,2 Mio. EUR. Insgesamt steigerte bwin die Gesamt-Erträge um 27,5 % im Vergleich zum H1 2006 (130,0 Mio. EUR exklusive US-Geschäft) auf 165,7 Mio. EUR im H1 2007.

1,1 Mio. aktive sowie 378.000 neue aktive Echtgeld-Kunden

Die Entwicklung sowohl der aktiven als auch der neuen aktiven Echtgeld-Kunden im H1 2007 war maßgeblich durch die Einstellung des Angebots an Online-Gaming-Produkten in der Türkei Anfang März 2007 sowie die deutliche Reduktion des Marketingbudgets geprägt. Letzteres hatte insbesondere Wirkung auf die Neukundendynamik. Wie bereits kommuniziert, ist aufgrund von Trägheitseffekten im Sportsponsoring mit einer Optimierung des Marketing-Mix erst im kommenden Jahr zu rechnen.

Die Zahl der in H1 2007 aktiven Kunden (Einmalzählung über alle Produkte) sank im Vergleich zum von der Fußball-Weltmeisterschaft geprägten H1 2006 von 1.253.000 (exkl. US-Geschäft) um 12,8 % auf 1.093.000.

Im H1 2007 waren 378.000 Kunden erstmals aktiv, H1 2006: 717.000 exkl. US-Geschäft (Summe der aktiven Kunden aus Sportwetten, Poker, Casino und Games), wobei der Bereich Poker die stärkste Dynamik bei neuen Kunden aufweist. Der deutliche Rückgang bei den neuen aktiven Kunden wurde von einer starken Zunahme der Ertragskraft aktiver Kunden begleitet. Sowohl der Brutto- als auch der Netto-Gaming-Ertrag je aktiven Kunden stieg jeweils um 30,5 % bzw. 36,8 % auf 151,0 EUR (H1 2006: 115,7 EUR exkl. US-Geschäft) bzw. auf 135,2 EUR (H1 2006: 98,8 EUR exkl. US-Geschäft).

Während bwin im Q1 2007 verhältnismäßig wenig in Akquisitionsmarketing investierte, stiegen diese Ausgaben im Q2 2007. Die Kosten (inklusive Boni) pro neuen aktiven Kunden betrugen im H1 2007 166,8 EUR (H1 2006: 148,3 EUR exkl. US-Geschäft) und erhöhten sich gegenüber dem H1 2007 um 12,4 %. Der Anstieg ist auf zunehmenden Wettbewerb am europäischen Markt sowie den derzeit nicht optimalen Marketing-Mix zurückzuführen.

EBITDA bei 30,0 Mio. EUR (H1 2006: minus 3,8 Mio. EUR)

bwin setzte im H1 2007 die kommunizierte Strategieanpassung erfolgreich um und verbesserte gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahrs das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) auf 30,0 Mio. EUR (H1 2006: minus 3,8 Mio. EUR).

Marketingaufwendungen

Die Marketingaufwendungen in Höhe von 50,4 Mio. EUR wurden im H1 2007 im Vergleich zum H1 2006 (100,9 Mio. EUR) deutlich reduziert. An Kunden-Boni wurden im H1 2007 insgesamt 12,6 Mio. EUR gewährt. Dies entspricht rund 7,6 % der Brutto-Gaming-Erträge (H1 2006: 16,4 Mio. EUR oder 11,3 % der Brutto-Gaming-Erträge exkl. US-Geschäft).

Personalaufwendungen

Mit 33,4 Mio. EUR (H1 2006: 23,6 Mio. EUR) erhöhten sich die Personalaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr. Die Steigerung ist auf die deutliche Zunahme des Personalstandes sowie nicht zahlungswirksame Aufwendungen in Höhe von 4,5 Mio. EUR im Zusammenhang mit aktienbasierter Vergütung zurückzuführen (H1 2006: 0,9 Mio. EUR). Der Personalstand beläuft sich zum Stichtag 30. Juni 2007 auf 970 Mitarbeiter (30. Juni 2006: 817). Die Steigerung der Mitarbeiterzahl resultiert vor allem aus den Bereichen IT-Entwicklung, Customer Support und Business Development.

Sonstige Aufwendungen

Die sonstigen Aufwendungen der bwin Gruppe blieben mit 51,9 Mio. EUR nahezu unverändert (H1 2006: 51,7 Mio. EUR).

Die Spesen des Geldverkehrs sanken von 17,7 Mio. EUR im H1 2006 auf 13,5 Mio. EUR im H1 2007. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen (Leistungen von Dritten, Internetgebühren) stiegen von 10,6 Mio. EUR im H1 2006 auf 13,2 Mio. EUR im H1 2007 und sind auf Kostensteigerungen im Bereich externe Software-Entwicklung und eine deutliche Ausweitung des Angebots an Live-Streams zurückzuführen. Die Kosten für Beratung, insbesondere Rechtsberatung, stiegen von 8,4 Mio. EUR im H1 2006 auf 9,4 Mio. EUR im H1 2007. Die Kosten für die Infrastruktur lagen bei 6,9 Mio. EUR (H1 2006: 6,7 Mio. EUR). An sonstigen Kosten fielen im H1 2007 9,0 Mio. EUR an (H1 2006: 8,3 Mio. EUR).

Ergebnis nach Steuern 4,3 Mio. EUR (H1 2006: minus 27,1 Mio. EUR)

Im H1 2007 verzeichnete bwin Abschreibungen in Höhe von 22,6 Mio. EUR (H1 2006: 26,4 Mio. EUR). Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erhöhte sich hauptsächlich durch Investitionen in die Erweiterung der technischen Infrastruktur auf 9,3 Mio. EUR (H1 2006: 8,3 Mio. EUR). Für die Rechte der DFL fielen Abschreibungen in Höhe von 9,7 Mio. EUR an. Die akquisitionsbedingten Abschreibungen betrugen im H1 2007 3,6 Mio. EUR und haben sich gegenüber der vergleichbaren Periode des Vorjahrs deutlich verringert (H1 2006: 18,2 Mio. EUR). Das operative Ergebnis verbesserte sich von minus 30,2 Mio. EUR im H1 2006 auf 7,4 Mio. EUR im H1 2007. Der Gewinn nach Steuern und Ergebnisanteilen Dritter betrug im H1 2007 4,3 Mio. EUR, nachdem in der Vergleichsperiode des Vorjahrs ein Verlust von 27,1 Mio. EUR verzeichnet wurde.

Regulatorische Entwicklungen in Europa

Die Entwicklung der europäischen Online-Gaming-Branche ist zunehmend durch Entscheidungen auf europäischer Ebene geprägt. Die in Gambelli aufgestellten Grundsätze hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) am 6. März 2007 in der Rechtssache "Placanica" bestätigt und weiter präzisiert. Nach Auffassung des EuGH ist für jede durch nationale Rechtsvorschriften auferlegte Beschränkung konkret zu prüfen, ob diese geeignet ist, die Verwirklichung des vom betreffenden Mitgliedstaat geltend gemachten Ziels zu gewährleisten und ob sie nicht über das hinausgeht, was zur Erreichung dieses Ziels erforderlich ist. Weitere Präzisierung haben diese Grundsätze durch den EFTA-Gerichtshof in zwei Glücksspiel-bezogenen Entscheidungen im Frühjahr 2007 erfahren.

Europarecht fließt verstärkt in nationale Gerichtsentscheidungen ein

Kürzlich hat das Oberlandesgericht Wien gravierende Bedenken gegen die Gemeinschaftsrechtskonformität einiger Bestimmungen des österreichischen Glücksspielgesetzes geäußert. Initiiert wurde das Verfahren gegen bwin von einem bisher nicht am Markt aufgetretenen Anbieter. Auch der Oberste Gerichtshof von Frankreich (Cour de Cassation) hat in seiner "Zeturf"-Entscheidung die Rechtssache an das Berufungsgericht zurückgewiesen. Zeturf ist eine in Malta ansässige Pferdewettgesellschaft, der vom Berufungsgericht in Paris die Tätigkeit in Frankreich untersagt wurde. Das Berufungsgericht hat es jedoch verabsäumt zu prüfen, ob Frankreich eine Expansionspolitik mit dem Zweck die Staatseinnahmen zu erhöhen verfolgt und ob das Ursprungsland Malta nicht bereits angemessene und geeignete Schutzmechanismen zum Kampf gegen Spielsucht und kriminelle Aktivitäten gesetzt hat. Zusätzlich haben mehrere deutsche Gerichte zuletzt Fragen zur Gemeinschaftsrechtskonformität der deutschen Glücksspielregelungen an den EuGH zur Vorabentscheidung vorgelegt. Weitere Vorabentscheidungsverfahren sind aus Portugal und Belgien anhängig.

Trotz dieser jüngsten Entscheidungen auf nationaler und Gemeinschaftsebene sowie der Tatsache, dass die EU-Kommission im ersten Halbjahr 2007 die Vertragsverletzungsverfahren gegen Finnland, Dänemark, Ungarn, Frankreich und Schweden mit begründeten Stellungnahmen in die nächste Phase geführt sowie gegen Griechenland ein Vertragsverletzungsverfahren initiiert hat, ist der europäische Markt weiterhin von zahlreichen protektionistischen Maßnahmen einzelner Regierungen gekennzeichnet, die dem Schutz staatlicher Monopole dienen sollen. Ungeachtet der erwähnten Vorlagefragen an den EuGH durch einzelne deutsche Gerichte ist die Situation in Deutschland weiterhin von der Diskussion über den Staatsvertrag zum Glücksspielwesen gekennzeichnet. Durch den von allen Ministerpräsidenten unterzeichneten Staatsvertrag sollen Online-Glücksspiele generell verboten werden. Darüber hinaus gibt es zahlreiche gerichtliche Auseinandersetzungen zwischen staatlichen und privaten Anbietern sowie deren Werbepartnern. In Frankreich sind weiterhin Untersuchungen gegen die Vorstandsmitglieder wegen angeblichen Verstoßes gegen das französische Glücksspielmonopol anhängig.

Trotz des politischen Drucks zur Aufrechterhaltung der staatlichen Monopolsituation wurde die Rechtsauffassung von bwin durch das Einschreiten der EU Kommission und den jüngsten Gerichtsurteilen, sowohl in ausgewählten Ländern wie Frankreich, Deutschland oder Österreich als auch vom EuGH gestärkt.



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