Klarstellung der THI AG zum Artikel "Klopf auf Holz"
Profil berichtet in seiner Ausgabe Nr. 21 vom 21. Mai 2007 auf den Seiten 50 und 51 über „Zweifel an der Güte der Plantagen“. Dabei beruft sich die Redaktion – in Kenntnis jüngerer und ausführlicherer Unterlagen und Dokumente - auf ein über 12 Jahre altes Schreiben und einen Costa Rica Reisenden, der für das Management der THI kein Unbekannter ist.
Die richtige Aussage im Artikel ist, dass THI in kürzerer Zeit wesentlich mehr Teakholz bei besserer Qualität erzeugt als viele Mitbewerber.
Das Management der THI hat in den vergangenen 10 Jahren bewiesen, dass dies auf den besonders guten Standorten der THI AG mit moderner Pflanzen- und Forsttechnik möglich ist und von Management und Mitarbeitern der THI bewerkstelligt wird.
Zu den anderen Inhalten des Profil-Artikels legt das Management großen Wert auf folgende Feststellungen bzw. Ergänzungen von einzelnen Punkten bzw. Richtigstellungen, damit die Meinung der Leser kein falsches Profil bekommt.
Profil zitiert ein 12 Jahre altes, allgemeines Schreiben über einzelne Aspekte von Agrarflächen in Costa Rica. Eine aktuelle Expertise speziell zur Aufforstung mit Teakplantagen, die der Redaktion des Profil vorlag, bleibt jedoch mit Absicht unerwähnt. Das von Profil zitierte Schreiben ist uns bekannt, es stammt aus dem Jahr 1995. Wir haben am 15. Mai 2007 auf Anfrage von Profil eine aktuelle Studie vom November 2005 übersandt, die vom Fonds für Wiederaufforstung in Costa Rica (FONAFIFO) erstellt wurde, eine Organisation des Ministeriums für Umwelt und Energie (MINAE). In dieser werden die für Teakplantagen bestens geeigneten Flächen auf einer Karte beschrieben. Sämtliche Flächen der Teak Holz International AG liegen in diesen „grünen“ Zonen. Wir haben dem auch eine beglaubigte Übersetzung, Name und Telefonnummer der Verantwortlichen und Autoren beigefügt. Zur Orientierung haben wir die Lagen unserer Plantagen im Detail beschrieben und erläutert, warum gerade die Hanglagen für unsere Art der Bewirtschaftung wichtig und gut sind.
Profil beruft sich auf einen einzelnen Costa Rica Reisenden. Mehrere Gutachten sowie die Dissertation eines anerkannten Experten für Wachstum von Teak Holz in Costa Rica – die der Redaktion des Profil ebenfalls vorlagen - bleiben unerwähnt. Wir haben dem Profil neben anderen Dokumenten die Dissertation von Herrn Diego Perez vollständig zugesandt und telefonisch erläutert. Diese unabhängige, empirische, wissenschaftliche Studie beschreibt das Wachstum und Wachstumspotential von Teakholzplantagen in Costa Rica. Auf allen Plantagen der THI AG, die in den vergangenen 10 Jahren erworben und bepflanzt wurden, ist das Wachstum überdurchschnittlich hoch. Die Studie von Herrn Perez zeigt, dass diese hohen Werte keine Träumereien oder falsche Lockversprechen unsererseits sind, sondern bei intensiver Pflege auf guten Standorten erreicht werden. Forstwirtschaftliche Gutachten bestätigen die Bestände der THI AG. Profil ignoriert diese wissenschaftlichen Dokumente und zitiert Herrn Matthäus Lill-Rastern, einem Innsbrucker, der angeblich das Gebiet in Costa Rica kennt, und der sich nicht vorstellen kann, dass auf einem Hektar 33 Kubikmeter Holz wachsen. Herr Lill-Rastern ist uns seit einiger Zeit bekannt, weil er bei mehreren Medien versuchte, Stimmung gegen die THI zu schüren, was ihm erst bei Profil gelang.
THI AG hat der Redaktion des Profil mehrfach angeboten, Status und Verlauf der FSC-Zertifizierung ausführlich zu erläutern. Dies war für Profil aber „nicht notwendig“. Tatsache ist, dass die Zertifizierung nicht durch den WWF erfolgen kann, da der WWF nicht zur Zertifizierung berechtigt ist. Die THI AG hat sich vielmehr freiwillig gegenüber dem WWF verpflichtet, die bestehenden und zukünftigen Plantagen zertifizieren zu lassen. Die FSC-Zertifizierung dient dazu, den Händlern und Konsumenten von Tropenholz unter anderem nachzuweisen, dass der Ursprung des Holzes kein Primärwald ist, dass die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten und die Eigentumsrechte nicht verletzt wurden, dass die Plantagenarbeiter zu fairen Bedingungen angestellt sind und insbesondere ökologische Werte beachtet werden. Teakholz stammt aus Asien und war in Amerika niemals heimisch. Teak aus Costa Rica kann daher nicht aus Primärwald stammen. Im Rahmen der Zertifizierung werden die Plantagen der THI AG botanisch und zoologisch genau untersucht und im Detail dokumentiert. Dabei wird eine Bestandsaufnahme der gesamten Tier- und Pflanzenwelt der Plantagen erstellt und die bestehenden geographischen Informationsdaten nachgemessen und überprüft. Seit Februar sind mehrere Forstingenieure mit diesen Aufgaben beschäftigt. Diese Dokumentation erfolgt in Abstimmung mit Herrn Adolfo Lemus als zertifizierter Regionalmanager des Smart Wood Programms der Rainforest Alliance, bei der die THI AG auch die FSC-Zertifizierung beantrag hat. Gerade weil die THI AG diese Arbeit sehr ernst nimmt und die Bestandsaufnahme zur Zertifizierung sehr detailliert erfolgt, können rund 2.000 ha nicht in wenigen Wochen begutachtet und dokumentiert werden. Gerade weil wir uns freiwillig der Kontrolle des WWF in dieser Sache unterziehen, nehmen wir diese Verantwortung sehr ernst. Der Audit zur Zertifizierung war immer für Juni 2007 geplant. Erst danach kann die Zertifizierung abgeschlossen werden.
Wenn einzelne Gebiete lokalisiert werden, deren ökologische Bedeutung eine besondere Aufmerksamkeit aus Sicht des Naturschutzes erfordert, werden wir diese Aspekte berücksichtigen, auch wenn dadurch der Prozess der Zertifizierung verzögert wird. Vor der geplanten Ernte ab Dezember 2007 soll die Zertifizierung jedenfalls abgeschlossen sein. In einem Pre-Audit wurden die Themen der FSC Zertifizierung und deren Auswirkungen auf das Management unserer Plantagen im Detail erörtert: Außer der oben angeführten Dokumentation und der Dokumentation der beschlossenen Maßnahmen zum Schutz der Ökosysteme bestehen aus heutiger Sicht keine Hindernisse für eine erfolgreiche Zertifizierung.