Trend-Setter im Büro
Der Büromöbelhersteller Bene notiert seit Anfang November an der Wiener Börse. Im
Rahmen des IPOs wurden 12,8 Mio. Aktien bzw. 52.7% des Unternehmens zu einem
Preis von EUR 5,50 platziert. Die jüngst vorgelegten 9-Monatszahlen brachten zwar
nicht ganz die erwartete Umsatzsteigerung fielen aber ertragsmäßig sehr erfreulich
aus. Der Umsatz erhöhte sich nach 9 Monaten um 3,4 % während das EBIT um
8,7 % und damit stärker als erwartet anstieg. Nach dem 3. Quartal belassen wir
daher unsere Umsatz- und EBIT-Schätzungen aus der IPO-Analyse unverändert
aufrecht. Angesichts eines niedrigen EV/EBITDA-Verhältnisses für 2007e von 5,4
betrachten wir die Aktie als deutlich unterbewertet und empfehlen diese daher zum
„Kauf“. Unterstützend für die Aktie sollte sich der an Fahrt gewinnende Aufschwung
am europäischen Büromöbelmarkt auswirken.
+ Starke Marke mit hohem Design- und Qualitätsanspruch
+ Top-Marktposition: klarer Marktführer in Österreich; Nr. 6 in Europa mit guter
Chance auf Top 3-Position
+ Konzerneigenes Vertriebsnetz mit Niederlassungen in den bedeutendsten
Metropolen Europas
+ Büromöbelmarkt befindet sich am Beginn einer längerfristigen Aufschwungphase
- Geringe Unternehmensgröße erfordert einen Liquiditätsabschlag
- Sehr zyklischer Markt mit langfristigem Wachstum leicht über BIP
- Gefahr von steigendem Preisdruck durch Konkurrenten aus Niedriglohnländern
(CEE, Asien)
- Sehr fragmentierter Markt mit vielen Familienunternehmen; kein klarer Marktführer
vorhanden
Bewertung:
Ausgehend vom Durchschnitt der Peer Group-Multiples KGV und
EV/EBITDA sowie einem DCF-Modell errechnen wir einen fairen Wert von EUR 8,00.
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße und der geringen Liquidität der Aktie
ziehen wir davon einen Abschlag von 10 % ab und setzen daher unser 12-Monats-
Kursziel bei EUR 7,20 fest. Mit einem Kurspotenzial von rd. 22% zählt die Aktie damit
zu den aus unserer Sicht chancenreichsten Titeln am Wiener Markt.