Libro in Ausgleich geschlittert
Libro in Ausgleich geschlittertDas Schicksal des schwer angeschlagenenbörsenotierten Buch- und Medienhandelskonzerns Libro ist besiegelt:Die Gruppe muss den Gang zum Insolvenzrichter antreten. Damit sinddie Verhandlungen um eine außergerichtliche Entschuldung endgültiggescheitert. Es wird eine Auffanglösung mit Bankenhilfe geben.Die Libro-Gruppe ("Libro", "Amadeus", "Lion.cc") beschäftigt derzeitmehr als 3.000 Mitarbeiter, ist allein bei Banken und Lieferanten mitmehr als 3 Mrd. S verschuldet und machte im abgelaufenenGeschäftsjahr 1,2 Mrd. S Verlust.
Vorgesehen ist, dass die Großaktionäre von Libro - vor allemTelekom Austria, UIAG und DBAG - den KPMG-Manager GottwaldKranebitter zum "Sanierungsbeauftragten" einsetzen und ihre Anteilean ihn übertragen. Willi Berner, Sprecher des letzten verbliebenBieterkonsortiums um YLine Chef Böhm und den industriellen Hofmann,kündigte gegenüber der APA hingegen an: "Wir werden alle rechtlichenSchritte gegen die Bankenentscheidung im Sinne unseres rechtsgültigenVertrages unternehmen".