Miba Vz - Rasinger zum MIBA-Gesellschafterausschluss: Viel Ärger und Frust für den treuen Streubesitz

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Rasinger zum MIBA-Gesellschafterausschluss: Viel Ärger und Frust für den treuen Streubesitz



Die MIBA-Unternehmensgruppe, die sich in den letzten Jahren hervorragend entwickelt hatte, leitete vor zwei Jahren auf Betreiben des Mehrheitseigentümers, der Familie Mitterbauer, zur Enttäuschung des zufriedenen Streubesitzes den Börserückzug ein. Auf Basis von Gutachten wurde ein "fairer und angemessener" Wert je Aktie von 527 Euro ermittelt, der Abfindungspreis wurde final mit 565 Euro festgelegt.

Am Freitag, 18.8.2017, wurde nun mit fast allen Antragstellern und Unterstützung des gemeinsamen Vertreters ein Teilvergleich geschlossen - mit beachtlichen 699 Euro (33 Prozent über dem Wert von 527 Euro) als "fairer und angemessener" Abfindungspreis plus ein extrem hoher Kostenersatz, der nicht weiter belegt wurde.

Der IVA hat diesen Vergleich aus folgenden Gründen die Zustimmung verweigert:

Es besteht die Vermutung, dass durch die extrem hohen Kostenersätze ein noch höherer Abfindungspreis verhindert werden sollte. Dies würde jene Anleger benachteiligen, die durch den gemeinsamen Vertreter repräsentiert werden, weil der gesetzlich normierte Gleichbehandlungsgrundsatz damit verletzt wird.

Es besteht die Vermutung, dass in den Gutachten, die Basis für den ursprünglichen Abfindungspreis von 565 Euro waren, durch eine überaus vorsichtige und damit wertmindernde Planung und unrealistische, nicht haltbare Bewertungsparameter wie Marktrisikoprämie, Länderrisikoprämie, Beta-Faktor, sowie Ausfallwahrscheinlichkeit ein viel zu niedriger Unternehmenswert ermittelt wurde. Der Mehrheitseigentümer hat diese Gutachten benutzt, um für die Annahme seines freiwilligen Übernahmeangebots zu werben.

Der IVA verlangt nun, dass auch für jene rund 2/3 des Streubesitzes, die das ursprüngliche niedrige Angebot von 565 Euro angenommen haben, aus Gründen der Fairness und des Anstands eine Nachbesserung vorgesehen wird.

IVA-Präsident Dr. Wilhelm Rasinger: "Im letzten Geschäftsjahr wurde an die jetzt 100 Prozent-Gesellschafter eine Dividende von 50 Millionen Euro ausgeschüttet. Der Teilvergleich kostet inklusive der Kostenersätze rund 6 Millionen, die "Ersparnis" aus dem zu niedrigen Preis von 565 Euro beläuft sich in einer Größenordnung von über 11 Millionen. Aus heutiger Sicht ist die Vorgangsweise der Verantwortlichen bei MIBA unverständlich und nachteilig für die bisher gute Reputation von MIBA als exzellent geführtes oberösterreichisches Paradeunternehmen."

Autor: Dr. Wilhelm Rasinger



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