Enttäuschender Auftragseingang im 3. Quartal
Eybl leidet derzeit unter den schwierigen Marktbedingungen in der Automobilindustrie.
Eybl operiert in einem reifen, hoch kompetitiven Markt mit äußerst geringen
Wachstumsraten. Zudem ist der Konzern einem anhaltenden Druck der Automobilhersteller
ausgesetzt, die gegenüber der Zulieferindustrie eine bessere Verhandlungsposition
einnehmen. Dieses Umfeld wirkte sich negativ auf die Geschäftsentwicklung im
laufenden Geschäftsjahr aus. In den ersten drei Quartalen 2005/06 erzielte die
Gesellschaft bei einem Umsatz von EUR 254,0 Mio., ein EBIT von EUR 7,0 Mio. Der
Gewinn je Aktie belief sich auf EUR 1,34. Dieser lag zwar aufgrund von geringeren
Abschreibungen und positiven Steuereffekten über unseren Erwartungen, aber unter
dem Vorjahreswert von EUR 1,52. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir einen
Umsatzanstieg um 5,0 % auf EUR 349 Mio. bei einem EBIT von EUR 10,6 Mio. Den
Gewinn je Aktie prognostizieren wir mit EUR 2,01. Für das kommende Jahr haben wir
unsere Gewinnerwartung von EUR 2,49 auf EUR 2,29 je Aktie reduziert.
+ Hoher Innovationsgrad fördert Ausbau der Wettbewerbsposition.
+ Vergleichsweise günstige Bewertungsparameter.
+ Investitionsprogramm ist abgeschlossen.
+ Eybl beliefert fast alle großen Automobilhersteller.
- Schwieriges Marktumfeld: Automobilhersteller sehen sich einem enormen Druck
ausgesetzt, den sie auf die Zulieferer überwälzen.
- Niedrige Ergebnisqualität aufgrund von nicht liquiditätswirksamen Ergebnisbeiträgen.
- Hohe Abhängigkeit von Key-accounts.
- Keine globale Präsenz.
Bewertung und Empfehlung:
Wir bestätigen unsere „Halten“-Empfehlung für Eybl
International, nachdem wir davon ausgehen, dass das Marktumfeld für die
Automobilzulieferindustrie weiterhin schwierig bleiben wird. Wir sehen den fairen Wert
bei EUR 17,50 je Aktie.