Causa Casinos - Strafantrag zugestellt

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Causa Casinos - Strafantrag zugestellt


Verfahren war nach Weisung wieder aufgenommen worden - Auch Novomatic beschuldigt



Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) hat in der Causa Casinos Anklage erhoben. Am Freitag wurde ein entsprechender Strafantrag zugestellt, berichtete der Glücksspielkonzern Novomatic in einer Aussendung. Konkret geht es um die Bestellung des FPÖ-nahen Managers Peter Sidlo zum Vorstand der Casinos Austria AG. Die WKStA hatte die Ermittlungen ursprünglich schon eingestellt, auf Weisung der Oberstaatsanwaltschaft Wien aber wieder aufgenommen.

In der Causa rund um die teilstaatliche Casinos Austria AG (CASAG) geht es um einen vermuteten Deal innerhalb der türkis-blauen Regierung im Glücksspielbereich. Ermittelt wurde nach einer anonymen Anzeige seit Juni 2019. Der Vorwurf: Es soll eine ÖVP-FPÖ-Vereinbarung gegeben haben, den der FPÖ nahestehenden Sidlo auf einem Ticket von CASAG-Miteigentümer Novomatic in den CASAG-Vorstand zu entsenden - obwohl er für diesen Posten nur wenig qualifiziert gewesen sein soll. Im Gegenzug soll die FPÖ u.a. Entgegenkommen bei etwaigen Gesetzesänderungen beim kleinen Glücksspiel nach der Wiener Wahl signalisiert haben.

Die WKStA selbst war für eine Stellungnahme vorerst nicht erreichbar. Unklarheit herrscht daher auch noch darüber, gegen wen sich der Strafantrag konkret richtet und welche Vorwürfe angeklagt werden. Ermittelt worden war unter anderem auch gegen den früheren Vizekanzler Heinz-Christian Strache. Da es sich um einen Strafantrag handelt, dürfte ein möglicher Prozess aber vor einem Einzelrichter verhandelt werden.

Für Novomatic "nicht nachvollziehbar"

Für die Novomatic ist es in einer ersten Reaktion "nicht nachvollziehbar, auf Basis welcher neuen Erkenntnisse nun ein Strafantrag eingebracht wurde". Weder hätten zusätzliche Einvernahmen stattgefunden, noch gebe es neue Beweismittel, die diese Entscheidung erklären würden, hieß es in der Aussendung.

Novomatic-Sprecherin Alexandra Lindlbauer hält fest: "Novomatic hat sämtliche Vorwürfe von Beginn an entschieden als unwahr zurückgewiesen. Von den ursprünglich zahlreichen Anschuldigungen haben sich im Zuge des Ermittlungsverfahrens bereits alle, bis auf diesen letzten Vorwurf, als unbegründet erwiesen und führten zu rechtskräftigen Einstellungen. Wir sind daher überzeugt, dass sich auch dieser letzte verbleibende Vorwurf ebenso als haltlos erweisen wird und begrüßen daher die Klärung durch ein unabhängiges Gericht."

cts/wim

WEB http://www.casinos.at http://www.novomatic.com

 ISIN  AT00BUWOG001  AT0000809058
 WEB   http://www.buwog.at
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