Porsche Salzburg im Turbomodus - Fast 900.000 Neu-Autos 2025 verkauft
VW-Konzern verkaufte heuer bisher 106.607 Neuwagen in
Österreich - Škoda Octavia führt vor dem VW Golf und dem SEAT
Ibiza die heimische Neuzulassungs-Liste an
Die Porsche Holding
Salzburg war heuer auf der Überholspur unterwegs. Der Neuwagenabsatz
in den 29 Ländern, in denen die VW-Konzernvertriebsgesellschaft
tätig ist, legte um 58,9 Prozent auf 874.830 Fahrzeuge zu. Weiters
wurden 222.964 Gebrauchtautos verkauft, ein Zuwachs von 0,5 Prozent.
Nicht ganz so rund lief das Geschäft in China, hier haben die
Salzburger das dritte Jahr in Folge die Handbremse angezogen. Mehr
Freude machten das neu hinzugekommene Schweden und Italien.Die Volkswagen Konzernmarken konnten in Österreich mit 106.607
Neuzulassungen und einem Plus von 16,3 Prozent stärker als der
Gesamtmarkt zulegen. Das Modellranking hierzulande ist jedenfalls
fest in Konzernhand: Auf dem ersten Platz liegt der Škoda Octavia
vor dem VW Golf und dem SEAT Ibiza. "In den Top Ten sind gleich
sieben Volkswagen-Konzernmodelle platziert", freut sich Holdingchef
Hans Peter Schützinger. Die Marke Porsche verzeichnete das
zweitbeste Jahr bisher in Österreich, immerhin 1.549 Sportwagen
wurden neu zugelassen. Beim Gesamtmarkt-Anteil steuere der
VW-Konzern in Österreich auf ein "All-Time-High" zu.
Deutliches Plus bei Neuzulassungen
Zum Vergleich: Der österreichische Pkw-Markt ist heuer über
sämtliche Marken hinweg mit einem Absatzplus von 13,1 Prozent
weiterhin auf Wachstumskurs, mit 262.602 Neuzulassungen von Jänner
bis November hat er bereits die Gesamt-Neuzulassungen 2024
übertroffen. Bis Jahreswechsel erwartet Schützinger rund 282.000
Neuzulassungen. Der Endspurt sei auf die starken Preisnachlässe im
Markt zurückzuführen. Der Wechsel vom reinen Verbrenner zu
elektrifizierten Fahrzeugen - hybrid wie rein elektrisch - habe
weiter Fahrt aufgenommen.
"Wir werden elektrisch", so Schützinger am Mittwoch bei der
Jahrespressekonferenz. Die E-Mobilität (BEV) werde im Flottenmarkt
gemeinsam mit den Plug-In-Hybriden zur dominierenden Antriebsart
aufsteigen. "Dazu trägt auch der erhöhte Ersatzbedarf bei jenen
Flotten- und Großabnehmerkunden bei, die sich in der ersten
Elektrifizierungs-Welle vor rund vier bzw. fünf Jahren für BEV
entschieden haben", erwartet der Holding-Chef.
Schützinger: "Es wird nicht einfach werden"
Für 2026 gibt sich der Sprecher der Porsche Holding Salzburg
vorsichtig optimistisch. Die guten Auftragseingänge zuletzt würden
auf ein stabiles kommendes Jahr hindeuten. Aber: "Es wird nicht
einfach werden", meinte Schützinger. Es gelte, die Kosten scharf im
Auge zu behalten. So seien durch die neuen Märkte in Schweden und
Italien 1.500 Mitarbeiter dazugekommen, der
Gesamt-Beschäftigtenstand sei mit 37.200 aber konstant geblieben.
Die Restrukturierung habe alle Länder betroffen, vor allem in China
sei es auch zu einem Abbau des Händlernetzes gekommen.
"Der chinesische Luxusmarkt, in dem wir uns im Einzelhandel
bewegen, ist innerhalb kürzester Zeit stark eingebrochen. Das kann
nicht so einfach kompensiert werden, die Stückzahlenverluste sind
einfach zu groß", so Holdingchef Schützinger. Während im Reich der
Mitte die Investitionen zurückgefahren wurden, wurde andernorts
kräftig investiert, vor allem in Porsche-Verkaufsstellen, aber auch
beispielsweise in einen Pop-Up-Store in Tokio. "Wir sind bei den
Investitionen nicht auf der Bremse gestiegen", betonte der
Holding-Chef.
Porsche-Bank als bevorzugter Finanzierer
Ungebremst gut läuft das Geschäft als Finanzdienstleister. Über
56 Prozent aller Volkswagen-Konzernfahrzeuge, die in Österreich
ausgeliefert wurden, werden von der Porsche Bank finanziert. Mit
Ende 2025 verfügt die Tochter der Porsche Holding Salzburg über mehr
als 1,7 Millionen Verträge im Bestand, ein Plus von 17 Prozent
gegenüber 2024, rechnete Schützinger vor. Die konsolidierte
Bilanzsumme liege bei 9,4 Mrd. Euro.
stf/sag
ISIN DE0007664039 DE0007664005
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