Konjunktur - Österreichischer Einkaufsmanagerindex: Stärkste Produktionssteigerung im August seit über drei Jahren

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Österreichischer Einkaufsmanagerindex: Stärkste Produktionssteigerung im August seit über drei Jahren



Ergebnisse auf einen Blick

Kräftiges Produktionsplus dank abgeschwächtem Auftragsrückgang
Stellenabbau hält an
Kompensation des Kostenanstiegs setzt Margen weiter unter Druck

Die Industrieunternehmen Österreichs steigerten ihre Produktion zur Mitte des dritten Quartals so deutlich wie seit über drei Jahren nicht mehr. Dabei griffen sie jedoch erneut vor allem auf die Auftragsbestände zurück, wenngleich die Auftragsflaute weiter nachließ.

Derweil blieben die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist trotz leicht nachlassendem Optimismus gegenüber dem jüngsten Juli-Hoch überaus positiv. Da die Gewinnmargen allerdings weiterhin unter Druck standen, setzte sich der Stellenabbau fort. Die Einkaufspreise stiegen indes so stark wie zuletzt im März, während die Verkaufspreise den vierten Monat in Folge reduziert wurden.

Mit 49,1 Punkten nach 48,2 im Juli näherte sich der saisonbereinigte UniCredit Bank Austria Einkaufsmanagerindex der neutralen Referenzlinie von 50,0 im August weiter an und erreichte das höchste Niveau seit Beginn der rezessiven Phase vor genau drei Jahren. Der Hauptindex setzt sich aus den Unterindizes für Produktion, Auftragseingang, Beschäftigung, Vormateriallager und Lieferzeiten zusammen und spiegelt das Ergebnis der August-Umfrage zur Konjunkturlage der Industrie Österreichs in einem Wert wider.

Ausschlaggebend für den Indexanstieg war das kräftigste Produktionswachstum seit Mai 2022, das genauso stark ausfiel wie im langjährigen Mittel. Im Juli war die Fertigung nur minimal gesteigert worden.

Der leicht beschleunigte Abbau der Auftragsbestände trug einen Großteil zum Produktionsplus bei. Der Auftragseingang wies - hauptsächlich wegen der Ausgabenzurückhaltung der Kunden - noch immer Einbußen aus, der Rückgang verlangsamte sich jedoch zum zweiten Mal hintereinander und zählte zu den schwächsten seit Beginn der Auftragsflaute im Mai 2022.

Das Minus bei den Auslandsbestellungen war zwar höher als beim Gesamt-Auftragseingang, doch auch hier gab die Kontraktionsrate nach und war eine der kleinsten seit Beginn der Exportverluste.

Um Kapazitäten angesichts des hohen Lohndrucks abzubauen, wurden den 28. Monat in Folge und per Saldo fast genauso viele Stellen gestrichen wie im Juli. Damit fiel der Jobabbau abermals überdurchschnittlich aus.

Die Einkaufsmenge wurde hingegen mit der niedrigsten Rate seit über drei Jahren und nur noch minimal reduziert. Ungeachtet dessen sanken die Bestände an Vormaterialien aufgrund der höheren Produktionsanforderungen kräftig, während die Bestände an Fertigwaren deutlich zunahmen.

Gleichzeitig verlängerten sich die Lieferzeiten den dritten Monat in Folge. Prompt beschleunigte sich die Inflation der Einkaufspreise zum zweiten Mal hintereinander, und das so sehr wie seit März nicht mehr, sie blieb aber im langjährigen Vergleich gedämpft.

Aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks wurden die Verkaufspreise abermals gesenkt, diesmal jedoch nur noch minimal und weniger kräftig als in den zurückliegenden drei Monaten.

Letztlich blieben die Geschäftsaussichten binnen Jahresfrist zwar ausgesprochen positiv, der Optimismus ließ jedoch gegenüber dem 41-Monatshoch vom Vormonat leicht nach.

Verknüpft waren die Erwartungen mit Expansionsplänen, der Neueinführung von Produkten und der Hoffnung auf eine generelle Konjunkturbelebung.




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