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Deutschland - Privatsektor im Juli: Wachstum beschleunigt sich leicht
Die Geschäftstätigkeit im deutschen Privatsektor legte zum Start ins zweite Halbjahr nicht nur den zweiten Monat in Folge,
sondern nochmals nur leicht zu. Das zeigt der HCOB Composite PMI Deutschland, der mit 50,6 Punkten im Juli nach 50,4
im Juni auf dem höchsten Niveau seit März notierte, aber nach wie vor nur moderate Zuwächse signalisierte.
Das neuerliche Auftragsplus bei den Serviceanbietern konnte die abgeschwächte Schrumpfungsrate bei den Neuaufträgen
im Verarbeitenden Gewerbe ausgleichen. Gleichzeitig zog das Exportgeschäft insgesamt zum zweiten Mal hintereinander
an, wenngleich weniger stark als noch im Vormonat.
Die Beschäftigung ging indes nur leicht und mit der kleinsten Rate seit drei Monaten zurück. So verlangsamte sich der
Stellenaufbau bei den Dienstleistern, während auf der Herstellerseite weniger Personal entlassen wurde – hier fiel die
Kontraktionsrate so milde aus wie seit September 2023 nicht mehr. Und auch die Auftragsbestände wurden so langsam
abgebaut wie zuletzt vor fünfzehn Monaten.
Derweil ließ der Inflationsdruck nach. Hier spiegelten sich in erster Linie die gesunkenen Kosten und Angebotspreise im
Servicesektor wider.
Letztlich hat sich der Geschäftsausblick dank der positiven Stimmung im Tertiärsektor verbessert. Der entsprechende Index
erreichte ein Sechs-Monatshoch, und das trotz des Dämpfers in der Industrie, wo die Prognosen so wenig optimistisch
ausfielen wie seit April nicht mehr.
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