Autobank-Konkurs - Einlagensicherung will ihr Geld zurück
107 Mio. Euro an betroffene Bankkunden ausbezahlt - Insgesamt
122 Mio. Euro Forderungen angemeldet - Vorerst nur 3,4 Mio.
Euro anerkannt - Heute erste Gläubigerversammlung
Im August ist die Autobank pleitegegangen. Fast 122
Mio. Euro Forderungen wurden angemeldet. Der größte Brocken davon
sind jene 107 Mio. Euro, die die Einlagensicherung an die von der
Insolvenz betroffenen Sparer direkt ausbezahlt hat und
zurückfordert. Es wird mit einer starken Quote gerechnet. Von den
Forderungen bisher anerkannt sind vorerst allerdings nur 3,4 Mio.
Euro."Die bestrittenen Forderungen werden noch geprüft und
größtenteils anzuerkennen sein", sagte Gläubigerschützer Stephan
Mazal vom Verband Creditreform im Gespräch mit der APA im Vorfeld
der heutigen, ersten Gläubigerversammlung und Berichts- sowie
Prüfungstagsatzung beim Handelsgericht in Wien. Und: "Die Gläubiger
können mit einer hohen Quote rechnen."
Von der Pleite sind auch 32 Dienstnehmer betroffen. Eröffnet
worden war das Insolvenzverfahren am 17. August auf Antrag der
Finanzmarktaufsicht (FMA). Schon am 30. Juli hatte diese der
Autobank per Bescheid die Fortführung ihrer Geschäfte untersagt.
Damit trat ein Sicherungsfall im Sinne des Einlagensicherungs- und
Anlegerentschädigungsgesetzes ein.
Die Einlagensicherung Austria (ESA) zahlte von 107 Mio. Euro
gesicherten Einlagen den Kunden der Bank 72,89 Mio. Euro aus, jedoch
verfügte die Bank nur über 44,22 Mio. Euro freie liquide Mittel.
Daher hatte die Autobank der FMA den Eintritt ihrer
Zahlungsunfähigkeit angezeigt. Weil ein Teil der Einlagen in den
Aktiva, vor allem Kfz-Kreditverträgen der Bank, längerfristig
gebunden sei, könne man die fälligen ESA-Verpflichtungen aktuell
nicht begleichen, erklärte das Institut am 12. August. Die FMA war
sohin per Gesetz verpflichtet, einen Konkursantrag zu stellen.
Eine geplante außergerichtliche Abwicklung der Bankgeschäfte ist
an mangelnder Liquidität gescheitert, sagt Mazal. Insolvenzursachen
waren laut Creditreform zu hohe Zinsen für Spareinlagen und ein
veraltetes Modell zur Kreditfinanzierung von KFZ-Käufen. Insgesamt
haben bisher 200 Gläubiger Forderungen angemeldet.
phs/stf
ISIN AT0000A0K1J1
WEB http://www.autobank.at
ISIN GB00B128C026
WEB http://www.airberlin.com
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