BKS Bank verdiente im ersten Halbjahr 2021 wieder deutlich mehr
Periodenüberschuss stieg auf 36,6 Mio. Euro - Fortsetzung der
positiven Entwicklung erwartet
Die an der Wiener Börse notierte BKS Bank hat
im ersten Halbjahr 2021 deutlich mehr Geld verdient als 2020. Wie
die Bank am Freitag in einer Aussendung bekannt gab, erzielte sie
einen Periodenüberschuss von 36,6 Mio. Euro (2020: 19,6 Mio. Euro).
Erstmals überschritt das Geldinstitut bei der Bilanzsumme die Marke
von zehn Mrd. Euro. Dazu beigetragen hat laut Vorstandsvorsitzender
Herta Stockbauer die stark ansteigende Konjunktur."Zwar litten viele Unternehmen im ersten Halbjahr noch unter den
Covid-19-bedingten Einschränkungen, dennoch war die
Investitionsbereitschaft erfreulich hoch", sagte Stockbauer.
Zuwächse gab es sowohl bei Unternehmens- als auch bei
Privatfinanzierungen. Auch der Anteil der notleidenden Kredite ist
gesunken, die Rate der Non-Performing-Loans beträgt 1,7 Prozent. Die
Risikovorsorgen betrugen 9,5 Mio. Euro, das ist ein Rückgang um 5,9
Mio. bzw. 38,5 Prozent.
Gut entwickelt hat sich laut dem Geschäftsbericht auch das
Leasinggeschäft. Bei der österreichischen Leasinggesellschaft wurde
ein Neuvolumen von 84,3 Mio. Euro lukriert, das bedeutet eine
Steigerung von 63 Prozent. Mit den Zuwachsraten in Slowenien,
Kroatien und der Slowakei zeigte sich Stockbauer ebenfalls
zufrieden. Das Leasingbarvolumen insgesamt stieg auf 575,4 Mio.
Euro.
Auf einen neuen Rekord gestiegen sind die Primäreinlagen, sie
betrugen mit Ende Juni 7,9 Mrd. Euro, ein Plus von 7,2 Prozent. Sie
sehe das mit einem lachenden und einem weinenden Auge, meinte
Stockbauer. "Wir sind sehr dankbar für das hohe Kundenvertrauen,
müssen dadurch aber auch hohe Aufwendungen in Kauf nehmen." Die
Negativzinsen von -0,5 Prozent würden sich ungünstig auf die
Profitabilität auswirken. Die Kernkapitalquote der BKS Bank blieb
unverändert bei 12,8 Prozent. Die Gesamtkapitalquote stieg von 16,2
auf 16,5 Prozent.
Für das Gesamtjahr erwartet Stockbauer eine Fortsetzung des
Kreditwachstums. Die große Insolvenzwelle sei bisher ausgeblieben,
Entwarnung könne aber noch nicht gegeben werden. Bezüglich der
Kreditrisikovorsorgen rechnet sie mit einem mäßigen Anstieg.
mfw/pel/bel
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