Autobank insolvent - FMA beantragte Eröffnung des Insolvenzverfahrens
Geschäfte schon Ende Juli untersagt
Nachdem die Autobank AG zahlungsunfähig geworden
ist, hat die Finanzmarktaufsicht (FMA) heute noch einen Antrag auf
Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Unternehmens
beim Handelsgericht Wien gestellt. Bereits am 30. Juli hatte die FMA
der Autobank per Bescheid die Fortführung ihres Geschäfts untersagt
und eine Regierungskommissärin bestellt. Am 12. August informierte
die Autobank über ihre Zahlungsunfähigkeit.Für die Kunden der Autobank hat die Einlagensicherung Austria
(ESA) wie berichtet bereits 76 Mio. Euro ausbezahlt. Diese Forderung
übersteigt die liquiden Mittel des Instituts von rund 44 Mio. Euro.
Daher hat die FMA die Autobank angezeigt und nun den Antrag auf ein
Insolvenzverfahren gestellt. Weil ein Teil der Einlagen in den
Aktiva, vor allem Kfz-Kreditverträgen der Bank, längerfristig
gebunden sei, könne man die fälligen ESA-Verpflichtungen aktuell
nicht begleichen.
Ende Juli wies die AutoBank 109 Mio. Euro an Spareinlagen auf,
von denen 107 Mio. durch die ESA abgedeckt waren. Diese versucht in
solchen Fällen, sich vorfinanzierte Beträge zurückzuholen - aus
einer Verwertung oder einer Insolvenz. Die Chancen stünden gut, dass
hier die vorgestreckten Gelder großteils oder zur Gänze
zurückbekommen könnte, hieß es Ende Juli zur APA aus informierten
Kreisen.
"Die vorhandene Liquiditätslücke übersteigt das von der
Rechtsprechung tolerierte Maß, weshalb die FMA per Gesetz den Antrag
auf Eröffnung des Konkursverfahrens über das Vermögen der Autobank
beim zuständigen Gericht zu stellen hatte", teilte die FMA am späten
Dienstagnachmittag mit.
phs/kai
ISIN AT0000A0K1J1
WEB http://www.autobank.at
ISIN AT0000746409
WEB http://www.verbund.com