BKS Bank leidet beim Ergebnis immer noch an Oberbank-Verlusten
Halbjahresüberschuss 2020 auf 19,2 Mio. Euro halbiert - Plus
16,6 Prozent bei Risikovorsorgen
Die Kärntner BKS Bank leidet noch immer an den
Verlusten der Oberbank, an der sie eine at-equity bilanzierte
Beteiligung hält. Wie die Bank am Mittwoch bekannt gab, ging der
Halbjahresüberschuss um mehr als die Hälfte auf 19,2 Mio. Euro
zurück. 2019 waren es noch 42,1 Mio. Euro gewesen. Kräftig gestiegen
sind die Risikovorsorgen, und zwar um 16,6 Prozent auf 15,4 Mio.
Euro.Die Bilanzsumme lag zum Stichtag 30. Juni bei 9,29 Mrd. Euro
(plus 4,9 Prozent), die Forderungen an Kunden nach Risikovorsorgen
stiegen um 0,9 Prozent auf 6,34 Mrd. Euro, die Primäreinlagen
wuchsen um 2,2 Prozent auf 6,81 Mrd. Euro. Die Kernkapitalquote sank
12,7 auf 12,5 Prozent, die Gesamtkapitalquote betrug unverändert
16,2 Prozent. Mitarbeiterzahl (961) und Zahl der Geschäftsstellen
(63) blieben gleich.
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie waren auch in der BKS Bank
deutlich spürbar. Von April bis Juni wurden in 3.500 Fällen
Stundungen im Kredit- und Leasinggeschäft gewährt. Zugleich wurden
100 Mio. Euro an Überbrückungskrediten gewährt. Entgegen den
Erwartungen entwickelte sich das Neugeschäft im Finanzierungsbereich
sehr solide, rund eine Mrd. Euro wurde an Neugeschäft in Österreich
und im Ausland lukriert. Auch das Leasinggeschäft lief positiv, alle
Leasingtöchter erzielten Zuwächse. Das Leasingbarwertvolumen belief
sich im ganzen Konzern auf 527,9 Mio. Euro, ein Plus von zwei
Prozent.
Für das Gesamtjahr erwartet die Bank laut dem Halbjahresbericht
ein positives Ergebnis, wenn auch weit vom Rekordergebnis von 2019
entfernt. Das Wertpapiergeschäft habe in den vergangenen Monaten an
Dynamik gewonnen, dieser Trend dürfte sich im zweiten Halbjahr
abgeschwächt fortsetzen. Erwartet wird auch eine Stabilisierung im
Geschäftsfeld Zahlungsverkehr. Eine Dividendenausschüttung für 2019,
die für Stammaktionäre bedingt beschlossen worden war, wird es "aus
heutiger Sicht" nicht geben, nachdem die Europäische Zentralbank
ihre Empfehlung, im Jahr 2020 keine Ausschüttungen vorzunehmen, im
Juli bis Anfang 2021 verlängert hat.
(Schluss) mfw/ivn
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