|
RCB sieht fairen Wert bei 2,4 Euro je Aktie
Nach 5 erfreulichen Quartalen veröffentlichte die Topcall am 15.10. eine
Umsatz- und Gewinnwarnung für das 3. Quartal. Das Management führt die
unbefriedigenden Zahlen auf eine, für das Unternehmen weiterhin ungünstige
Währungsentwicklung sowie die Verschiebung größerer Orders zurück. Zum Stichtag
ist eine Abwertung des USD von ca. 20 % zu verzeichnen. Ausgehend von einem
USD-Exposure zwischen 20 % und 25 % sind somit ca. EUR 1,0 Mio. des
Umsatzrückgangs durch die Währungsänderung bedingt. Wie viele andere
Unternehmen aus der IT-Branche litt die Topcall unter der allgemeinen
Investitionszurückhaltung. Während sich für die Mehrzahl der IT-Unternehmen das
USA-Geschäft jedoch stabilisierend auf den Umsatz ausgewirkt hat, war die
Erlössituation in den USA für Topcall – nicht nur aufgrund der nachteiligen
Währungsentwicklung – unbefriedigend. Wir gehen davon aus, dass es sich hierbei
um eine temporäre Umsatzschwäche handelt und erwarten, dass Topcall bereits im
Q4 die Umsatzsituation in den USA verbessern und zu alter Stärke zurückfinden
wird.
Strategisches Ziel von Topcall ist es, sich am Markt als Lösungsanbieter im Bereich
Unified Communications zu positionieren. Dazu werden die Mitarbeiter in
Schulungsprogrammen vorbereitet. Darüber hinaus hat das Unternehmen eigene
Produkte für den Logistikmarkt entwickelt. Wir erwarten, dass sich diese Ausrichtung
langfristig positiv auf die Ertragssituation des Unternehmens auswirken wird.
Für das Gesamtjahr reduzieren wir das Umsatzziel von EUR 30,7 Mio. auf 28,2 Mio.
und unsere EBIT-Schätzung von EUR 2,4 Mio. auf EUR 1,4 Mio.. Für 2003 erwarten
wir ferner einen Gewinn je Aktie von EUR 0,11 (bisher: EUR 0,14) und eine
Dividende in Höhe von EUR 0,04 je Aktie. Wir haben unsere Schätzungen für das
Gesamtjahr aktualisiert und reduzieren unsere Empfehlung von „Übergewichten“ auf
„Halten“. Wir bestätigen, den von uns errechneten fairen Wert je Aktie von EUR 2,40.
|