Linz Textil: Sondereffekte sorgen für mehr Gewinn und weniger Umsatz
Im ersten Halbjahr deutliches Gewinnplus - Schließung der
Garnproduktion im Linz soll sich 2019 positiv aufs Ergebnis
auswirken
Die börsennotierte Linz Textil AG hat unter
anderem wegen der Schließung der Garnproduktion in Linz im ersten
Halbjahr deutlich mehr verdient, aber etwas weniger umgesetzt.
Unterm Strich blieb ein Gewinn von 2,1 Mio. Euro, nach 1,6 Mio. im
Vorjahreszeitraum. Die Umsätze sanken um 2,9 Prozent auf 54,9 Mio.
Euro. Das Gesamtjahr soll nur durch Einmaleffekte mit schwarzen
Zahlen beendet werden.Der Umsatzrückgang sei "im Wesentlichen auf die Stilllegung der
Spinnereiproduktion am Standort Linz und der gleichzeitigen
Produktionsverlagerung zum kroatischen Tochterunternehmen
zurückzuführen", teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die
Kapazitäten wurden zum Teil in das kroatische Werk Klanec verlegt,
wo die Personalkosten deutlich niedriger sind. An den übrigen
Standorten hätten die Umsätze im ersten Halbjahr zugelegt.
Das Ergebnis vor Steuern stieg durch positive Sondereffekte von
2,1 auf 2,76 Mio. Euro - im Zuge der Werksschließung wurde etwa
Anlagevermögen verkauft.
"Das im Frühjahr 2018 eingeleitete Restrukturierungskonzept im
Bereich der Halbfabrikate, das durch die Stilllegung der Spinnerei
Linz notwendig geworden ist, wird im vierten Quartal abgeschlossen
sein", heißt es im Halbjahresbericht. Die dadurch entstandenen
Kosten werden heuer zwar am Gewinn lasten, bereits im kommenden Jahr
sollen die Maßnahmen aber Früchte tragen. Die Fertigfabrikate, zu
denen die Produkte der Marke Vossen gehören, litten im ersten
Halbjahr weiter unter den Verlusten im stationären Handel, sollen in
der zweiten Jahreshälfte aber "saisonal bedingt und durch
Einmalaufträge an das Vorjahresniveau anschließen können".
Die Eigenkapitalquote sank gegenüber dem Jahresende 2017 (vor
Dividendenzahlung) von 76,2 auf 68,5 Prozent, die Bilanzsumme ging
um 0,6 Prozent auf 100,6 Mio. Euro zurück. Die Zahl der Mitarbeiter
wurde wegen der Schließung in Linz in diesem Zeitraum von 607 auf
576 reduziert.
Im zweiten Halbjahr sieht sich das Unternehmen mit einem
anhaltend herausfordernden Marktumfeld konfrontiert. "Auf
Konzernebene wird durch Einmaleffekte mit einem positiven Ergebnis
Ende 2018 gerechnet."
(Schluss) cam/sp
ISIN AT0000723606
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