HTI schrieb 2017 Millionenverluste
Jahresergebnis drehte gegenüber Jahr davor von plus 556.000
Euro auf minus 8,3 Mio. Euro - Umsatz stieg von 64,4 auf 70,7
Mio. Euro
Der oberösterreichische Auto- und
Luftfahrtzulieferer HTI (High Tech Industries AG) ist im
abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 tief in die Verlustzone gerutscht.
Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 8,3 Mio. Euro - im Jahr
davor hatte das Unternehmen noch einen kleinen Jahresgewinn von
556.000 Euro erzielt, wie aus dem Jahresfinanzbericht hervorgeht.
Der Umsatz stieg von 64,4 auf 70,7 Mio. Euro.Vor Zinsen, Ertragssteuern und Abschreibungen erwirtschaftete die
HTI einen Gewinn (EBITDA) von 6,4 Mio. Euro (2016: 5,7 Mio. Euro).
Doch das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war mit 6,9 Mio.
Euro negativ - im Jahr davor war noch ein operativer Gewinn von 1,7
Mio. Euro ausgewiesen worden. Das Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT)
drehte von plus 1 Mio. Euro auf minus 7,7 Mio. Euro.
Das Geschäftsjahr 2017 sei für die HTI-Gruppe eine "Periode der
wesentlichen Veränderungen" gewesen, schreibt der Vorstand im
Geschäftsbericht. Zur Schaffung einer soliden Eigenkapitalbasis sei
noch in der ersten Jahreshälfte Fremdkapital in Höhe von 40 Mio.
Euro in ein nachrangiges Darlehen ohne Rückzahlungsverpflichtung
gewandelt worden. Das im Jahresfinanzbericht 2016 noch negative
Konzern-Eigenkapital habe durch diesen Finanzierungsschritt auf eine
Eigenkapitalquote von 7 Prozent per 31. Dezember 2017 erhöht werden
können.
Der Geschäftsverlauf im Aluminiumdruckguss "gestaltete sich in
2017 erwartungsgemäß herausfordernd", heißt es weiters. Neben
"kurzfristig notwendigen Anpassungen in den Kostenstrukturen" seien
"die mittelfristig angestrebte Umsatzsteigerung durch Intensivierung
der Kundenbearbeitung und Angebotstätigkeit" im Mittelpunkt der
Geschäftstätigkeit gestanden.
Den Herausforderungen der kommenden Jahre sehe der Vorstand -
basierend auf der in der Planung 2018 bis 2021 prognostizierten
Entwicklung im Automobilmarkt - positiv entgegen. Aluminium als
Werkstoff werde zur Reduktion von Fahrzeuggewicht und
Energieverbrauch in den nächsten Jahren weiter an Bedeutung
gewinnen. Das Unternehmen will von diesem positiven Marktumfeld
profitieren.
Die Kunststoffsparte schlägt die HTI los: Der Vorstand der HTI AG
habe mit Zustimmung der Aktionäre und des Aufsichtsrats beschlossen,
sich aus dem Segment Kunststoff (HTP-Gruppe) zurückzuziehen. Daher
habe die HTI am 20. November 2017 mit der an der Frankfurter
Wertpapierbörse notierten Nanogate SE mit Sitz in
Quierschied-Göttelborn (Deutschland) einen Rahmenvertrag über die
Einbringung ihrer Beteiligung an der HTP Holding GmbH abgeschlossen.
Als Gegenleistung für die Einbringung der Beteiligung an der
HTP-Gruppe habe die Gesellschaft 275.000 neu ausgegebene Aktien an
der Nanogate SE erhalten.
(Schluss) kre/ln
ISIN AT0000764626
WEB http://www.hti-ag.at