ATB-Streubesitz bekommt ein Fünftel mehr Abfindung - Gerichtsurteil
HG Wien besserte von 7,60 auf 9,12 Euro je Aktie auf -
Verfahren dauerte wegen Streit um Prozesskosten zwei Jahre
-Chinesische Wolong hatte den Motorenhersteller 2015 von der
Börse genommen
Die früheren Streubesitz-Aktionäre der seit gut zwei
Jahren nicht mehr an der Börse notierten ATB Austria Antriebstechnik
AG erhalten 20 Prozent mehr Abfindung für den seinerzeitigen
Squeeze-Out. Das wurde am Handelsgericht Wien am Donnerstag
entschieden, wie der Präsident des Interessenverbandes für Anleger
(IVA), Wilhelm Rasinger, am Freitag zur APA sagte.Vom neuen Hauptgesellschafter, der chinesischen Wolong, gab es im
Jahr 2015 für den etwas mehr als einprozentigen Streubesitz eine
Barabfindung von 7,60 Euro pro Aktie. Dagegen gingen viele
Anteilseigner gerichtlich vor, auch der IVA verlangte mehr
Abgeltung. Das Gericht sprach den damaligen Streubesitzaktionären
nun zusätzlich 1,52 Euro je Aktie zu, in Summe somit 9,12 Euro -
sowie zusätzlich 12 Cent je Aktie an Zinsen. So lange gedauert hat
das Verfahren, weil um die Prozesskosten gerungen wurde, die nun zur
Gänze ATB übernimmmt.
Wolong hatte den Motorenhersteller ATB 2011 übernommen. Davor
hatte das steirische Unternehmen zum Firmenreich des Industriellen
Mirko Kovats gehört. Zum Zeitpunkt des mit 23. Oktober 2015 wirksam
gewordenen Squeeze-out gehörten Wolong 98,83 Prozent an ATB.
(Schluss) sp/ivn
ISIN AT0000617832
WEB http://www.atb-motors.com