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EMTS: Niederländische und Französische Tochtergesellschaften melden Konkurs
an
Gestraffte Gruppenstruktur soll Turnaround bringen
Serentschy zieht sich aus Aufsichtsrat zurück
Salzburg: Um für die Zukunft gerüstet zu sein, entledigt sich das Management
von EMTS Technologie AG weiterer Altlasten. Mit der so gestrafften
Gruppenstruktur, die sich auf gefestigte Umsätze stützen kann und so rasch
wie möglich wieder positive Zahlen schreiben soll, hofft Christian Rosner,
CEO der EMTS Technologie AG, bald einen strategischen Partner gefunden zu
haben und die EMTS wieder aus den negativen Schlagzeilen bringen zu können.
Vom einem Konkurs betroffen sind die Tochtergesellschaften in Frankreich
(EMTS France SA und EMTS Laboratories SA), den Niederlanden (EMTS Benelux
B.V. bzw. die EMTS Laboratory BV und die EMTS Center BV) und in Schweden
(EMTS Center AB). "Wir haben uns bemüht, andere Lösungen zu finden. Allein
in den Niederlanden hat unsere Tochtergesellschaft 95% des Umsatzes durch
das Servicieren von Nokia Produkten erzielt. Nachdem Nokia alle
Serviceverträge gekündigt hat, konnte dieser Umsatz kurzfristig nicht durch
andere Produkte ersetzt werden", bedauert Rosner.
Auch in den Tochtergesellschaften in Frankreich (60% Nokia-Anteil) und in
den Walk-In Centers in Schweden (70% Nokia-Anteil) konnten die Umsätze nicht
kurzfristig durch andere Hersteller oder ergänzende Produktgruppen
kompensiert werden. Nicht betroffen vom Konkurs ist in Schweden die EMTS
Schweden AB mit einem Umsatz in 2002 von rd. EUR 35,0 Mio.
Insgesamt verliert EMTS einen Umsatz von rd. EUR 17,6 Mio. und 200
Mitarbeiter.
Die EMTS Technologie AG ist weiterhin in Österreich, Deutschland, Finnland,
Estland, Dänemark, Spanien, Norwegen, Schweden und Italien tätig.
Aufsichtsrat tritt zurück
Dr. Georg Serentschy hat sein Aufsichtsratsmandat bei der EMTS Technologie
AG zurückgelegt. Serentschy, der im Oktober 2002 in den Aufsichtsrat gewählt
wurde, verweist darauf, dass er neben seiner Funktion als Chef der
Telekomregulierungs- behörde RTR ein derart aufwendiges Aufsichtsratsmandat
nicht mehr weiter ausüben kann.
Der Aufsichtsrat besteht nun aus drei Mitgliedern: Thomas Lenzinger als
Aufsichtsratspräsident, René Riefler, Investmentbanker und Walter
Schadenfroh, Asset Manager VTM Liechtenstein. An eine Aufstockung des
Aufsichtsrates wird vorerst nicht gedacht.
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