Teak Holz - Versteigerung der Beteiligungen brachte 2,2 Mio. Euro
Masseverwalter: Keine verwertbaren Teile mehr - Schulden mehr
als 30 Mio. Euro
Viel hat die Verwertung des Teak Holz-Vermögens
nicht mehr gebracht: Die heutige Versteigerung der wichtigsten
Beteiligungen der insolventen börsenotierten Teak Holz International
erbrachte ein Ergebnis von 2,2 Mio. Euro, teilte Teak Holz am
Dienstagnachmittag mit. Versteigert wurden die Beteiligungen an den
Plantagenbesitzgesellschaften und der Betriebsgesellschaft, jeweils
mit Sitz in Costa Rica.Wer den Zuschlag erhielt, wurde nicht bekannt gegeben. Laut dem
für die Versteigerung verantwortlichen Masseverwalter, dem Linzer
Rechtsanwalt Gerhard Rothner, war die Bekanntgabe auch nicht
vorgesehen. Mit der heutigen Versteigerung seien alle verwertbaren
Teile der Gesellschaft verkauft worden. Offen sei nur noch die
Abwicklung von zwei Gesellschaften, die aber wertlos seien, so
Rothner im APA-Anfrage.
Zum Verkauf standen wie berichtet die sechs Besitzgesellschaften
sowie die Betriebsgesellschaft in Costa Rica. Die
Verwertungsbedingungen wurden gegenüber November modifiziert. Im
Vorjahr war schon eine geplante Versteigerung gescheitert. Nun gab
es beispielsweise kein geringstes Gebot mehr. Die Teak Holz AG hielt
an den Gesellschaften zumeist 100 Prozent, bei einer
Besitzgesellschaft waren es 84 Prozent.
Teak Holz hatte Anfang September 2015 Insolvenz angemeldet und
sitzt auf einem Schuldenberg von mehr als 30 Mio. Euro. Der
Wirtschaftsprüfer PwC zog Ende Mai 2015 das Testat für den
THI-Jahresabschluss 2013 zurück, da die Teak-Bäume in Costa Rica zu
hoch bewertet wurden. Ende August konnte Teak Holz dann eine fällige
Wandelschuldverschreibung aus dem Jahr 2010 nicht bedienen.
(Schluss) ggr/gru
ISIN AT0TEAKHOLZ8
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