ÖVAG-Bad-Bank Immigon dank Rückkaufprogramm nach 9 Monaten mit Gewinn
Institut wies Plus von 208,8 Mio. Euro aus - Bilanzsumme bei
4,8 Mrd. Euro
Die erst Anfang Juli entstandene Bad Bank der ÖVAG
hat für die ersten neun Monate 2015 einen Gewinn von 208,8 Mio. Euro
ausgewiesen. Grund dafür war hauptsächlich der Rückkauf von nicht
nachrangigen Verbindlichkeiten, der der Immigon genannten
Abbaueinheit im dritten Quartal 317 Mio. Euro einbrachte, geht aus
dem am Dienstag veröffentlichten Finanzbericht hervor.Im Vergleichszeitraum des Vorjahres war das Periodenergebnis nach
Steuern noch tiefrot gewesen (-211 Mio. Euro). Die Zahlen sind nur
begrenzt vergleichbar, da es die Immigon 2014 noch gar nicht gab.
Die Spaltung der teilstaatlichen Krisenbank ÖVAG in die Volksbank
Wien-Baden - dorthin wanderten die "guten" Teile des
Volksbanken-Spitzeninstuts - und in die Bad Bank Immigon erfolgte im
heurigen Sommer, allerdings rückwirkend zum 1. Jänner 2015. Die ÖVAG
hatte 2014 einen Megaverlust von knapp 888 Mio. Euro geschrieben.
Die Bad Bank Immigon, die bis Ende 2017 Restvermögen abbauen
soll, hat von Jänner bis September einen fast nur mehr halb so
großen Zins- und Provisionsüberschuss erwirtschaftet, da sie de
facto kein operatives Geschäft mehr hat. Deutlich erhöht hat sich
hingegen das sonstige betriebliche Ergebnis, und zwar von -238.000
Euro auf +295 Mio. Euro. Dies ist dem Rückkaufprogramm zu verdanken
(+317 Mio. Euro); die Abspaltung der Zentralorganisation schlug mit
-43 Mio. Euro negativ zu Buche.
Die Bilanzsumme betrug zum 30. September 4,8 Mrd. Euro. Im
Berichtszeitraum hat die Immigon mehr als 50 Abbautransaktionen
durchgeführt, wie der Vorstand ausführt. Unter anderem seien ein
großer Teil des Wertpapierportfolios, faule Kredite, ein Portfolio
mit Solarkraftfinanzierungen, ein Outlet-Center in Italien sowie
Immobilien in Budapest verkauft worden. Diese Woche hat die Immigon
ein neues Rückkaufprogramm gestartet.
(Schluss) snu/pro
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