Streit vorbei: Proschofsky, Hohlbein ziehen in conwert-Verwaltungsrat
HV-Anfechtungsverfahren vor Gericht rechtskräftig beendet
Der lange Rechtsstreit um die Besetzung des
conwert-Verwaltungsrats ist endgültig beigelegt. Der rebellische
Börseninvestor Alexander Proschofsky sowie der Berliner
Immobilienmanager Peter Hohlbein ziehen in das Kontrollgremium des
börsennotierten Immobilienkonzerns ein, wie conwert am Mittwoch
mitteilte.Proschofsky hatte Anfang Oktober im Anfechtungsstreit um die
Hauptversammlung vom Mai 2014 vom Obersten Gerichtshof (OGH) Recht
bekommen. Vergangene Woche stimmte das Unternehmen der Beendigung
des Verfahrens durch Anerkennung zu. Nunmehr hat auch das zuständige
Handelsgericht (HG) Wien ein sogenanntes Anerkenntnisurteil
erlassen.
"Da beide Parteien auf Rechtsmittel verzichtet haben, ist das
Anfechtungsverfahren 2014 damit rechtskräftig beendet", teilte
conwert mit.
Martina Postl und Alexander Schoeller scheiden nun aus dem
Verwaltungsrat aus.
Proschofsky wollte sich Mitte des vorigen Jahres gemeinsam mit
Hohlbein in den conwert-Verwaltungsrat wählen lassen, um den
Einfluss des damaligen Großaktionärs Hans Peter Haselsteiner zu
begrenzen. Der "Börsenrebell" scheiterte aber bei der HV knapp, weil
Stunden davor Millionen Stimmrechte der deutschen Investorenfamilie
um Karl Ehlerding ausgeschlossen worden waren, die Proschofsky
zugesichert gewesen wären.
Haselsteiner hat sein 24,8-prozentiges Aktienpaket
zwischenzeitlich an den israelischen Milliardär Teddy Sagi verkauft,
der dieses im August an den deutschen Wohnkonzern Adler Real Estate
weitergereicht hat. Ursprünglich wollte Haselsteiner seine
Anteilsscheine an die Deutsche Wohnen abgeben, die geplante
Übernahme platzte jedoch im April.
(Schluss) snu/pro
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