Ergebnissprung und verbesserter Ausblick
Trotz 6% geringerer Mieterlöse (EUR 113,5 Mio) aufgrund von Immobilienverkäufen erzielte conwert im ersten Halbjahr 2015 ein 8% besseres EBITDA (EUR 59,2 Mio) und ein 31% höheres EBIT (61,5 Mio). Zurückzuführen ist dies auf gleichzeitig gesunkene Kosten für die Verwaltung der Immobilien, einem geringeren Leerstand (8,9%) und positiven Erträgen aus der Neubewertung von Immobilien. Nachdem im vergangenen Jahr unbare Verluste aus der Neubewertung von Zinssicherungen das Nettoergebnis auf EUR -25,0 Mio gedrückt hatten, steht im 1H15 hier ein Gewinn von EUR 23,0 Mio. Wichtig ist, dass auch die Cash wirksamen Zinskosten um EUR 5,4 Mio zurückgegangen sind. Dank der gesunkenen Kosten stieg der vielbeachtete Cashflow aus dem laufenden Geschäft (FFO I) um 67% auf EUR 25,7 Mio.
Ausblick Die Guidance für den FFO I wurde für 2015 von EUR 40 Mio auf zumindest EUR 48 Mio (wir erwarten EUR 52 Mio) und für 2015 von EUR 50 Mio auf über EUR 60 Mio (wir erwarten EUR 65 Mio) angehoben. Der Leerstand soll bis Jahresende auf unter 8% sinken. Die Verkäufe von Gewerbeimmobilien werden deutlich beschleunigt und sollen heuer und 2016 jeweils EUR 150-200 Mio ausmachen. Ohne wesentliche Zukäufe werden dadurch die Nettomieterlöse künftig geringer ausfallen. Der Fokus liegt im Moment auf einer deutlichen Reduzierung der Finanzierungskosten. Der verbesserte Ausblick beim FFO I stimmt fast perfekt mit unseren zuvor schon höheren Schätzungen überein. Wir bleiben fürs erste bei unserer Halten Empfehlung mit Kursziel von EUR 13,0. Die Aktie wird tendenziell immer interessanter.