ATB - ATB drängt heute Streubesitz raus - Sonderertrag half Juni-Bilanz

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ATB drängt heute Streubesitz raus - Sonderertrag half Juni-Bilanz


Hauptversammlung will Squeeze out beschließen



Bei der bisher börsennotierten Austria Antriebstechnik (ATB) - ehemals A-Tec-Tochter und jetzt im Besitz der chinesischen Wolong-Gruppe - stehen am heutigen Dienstag Beschlüsse an, die den Abschied von den Kleinaktionären bedeuten. Der Streubesitz soll abgespaltet werden (Squeeze-out). Der chinesische Hauptaktionär bietet den verbliebenen Streubesitz-Aktionären 7,60 Euro je Aktie.
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Hoch 7,68 Tief 7,68 Vortag 7,65

Am 12. August notierte die Aktie bei 7,70 Euro. Kleinaktionäre hatten bereits im Vorfeld der heutigen Sonder-Hauptversammlung eine höhere Abfindung verlangt.

Das erste Halbjahr 2015 war für den steirischen Motorenhersteller wieder von Belastungen geprägt: Von den Krisen in Russland und Nahost, der unverändert schwachen Nachfrage im Kohlebergbau und fallenden Ölpreisen.

Damit sank der Umsatz bis Juni um 7 Prozent auf 159,5 Mio. Euro. Die Auftragseingänge brachen um 16,8 Prozent ein, wurde ad hoc berichtet.

Das Betriebsergebnis fiel um mehr als ein Drittel auf 2,2 Mio. Euro, das Vorsteuerergebnis war mit 484.000 Euro negativ. Dass unterm Strich ein Nettogewinn (Periodenergebnis) von 567.000 (Vorjahr: 412.000) herauskam, lag an der Aktivierung latenter Steuern von knapp 1,37 Mio. Euro sowie an einem "Technologietransfer" (2 Mio. Euro).

Auch "effizienzsteigernde Maßnahmen" hätten den Anstieg beim Periodengewinn bewirkt, heißt es. In der Gruppe laufen Restrukturierungen, namentlich bei ATB Schorch, deren Effekte vollumfänglich erst im 1. Quartal 2016 zu sehen seien, heißt es.

Nach Branchen stellte sich die Lage im Halbjahr so dar: Die mehr auf die Öl & Gas Industrie spezialisierten ATB-Gesellschaften mussten einen "bemerkbaren" Rückgang an Projekten verbuchen. Zusätzlich habe sich auch die schwierige Situation im Coal-Mining-Segment negativ auf die Auftragseingangssituation ausgewirkt. Auf der anderen Seite habe die "High-Voltage"-Sparte im zweiten Quartal einen "substanziellen Auftrag" an Land gezogen. Im Ausblick setzt ATB nun auch einige Hoffnungen auf den iranischen Markt, wenn dort 2016 die Sanktionen wegfallen.

Zum Stichtag 30. Juni 2015 beschäftigte die ATB-Gruppe insgesamt 3.728 Mitarbeiter. Der Rückgang um 1,3 Prozent lag nach Unternehmensangaben zur Gänze an der Umstrukturierung bei ATB Morley.

(Schluss) rf/itz

 ISIN  AT0000617832
 WEB   http://www.atb-motors.com



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