ÖVAG startet Rückkaufprogramm für nicht nachrangige Verbindlichkeiten
Spaltung noch unter behördlichen Genehmigungsvorbehalten -
Erst 2016 zu sagen, ob die der Planung zugrunde gelegten
Annahmen eintreten
Die kurz vor der Zerschlagung und Selbstauflösung
befindliche teilstaatliche Österreichische Volksbanken-AG (ÖVAG)
bereitet für den Weiterbetrieb als Abbaugesellschaft ein
Rückkaufprogramm für nicht nachrangige Verbindlichkeiten vor. Sofern
die geplante Spaltung rechtswirksam wird, muss die ÖVAG ja den
Portfolioabbau im Rahmen einer bestmöglichen Verwertung so rasch wie
möglich bewerkstelligen.Der ÖVAG-Vorstand habe daher am Mittwoch beschlossen, vorsorglich
mit der Vorbereitung eines Rückkaufprogrammes für Verbindlichkeiten
zu starten, teilte das Institut am Abend mit. In diesem Zusammenhang
gebe es auch aktualisierte Informationen zur Gesellschaft,
insbesondere auch Planungsannahmen zu jenen Geschäftsbereichen, die
nach Spaltung in der Abbaugesellschaft immigon portfolioabbau ag,
also der "Bad Bank", verbleiben.
"Da die Spaltung der ÖVAG noch unter behördlichen
Genehmigungsvorbehalten steht und erst nach Ende des Geschäftsjahrs
2015 feststehen wird, ob die der Planung zugrunde gelegten Annahmen
eingetreten sind, kann gegenwärtig keine konkrete Aussage zu der in
der Planung enthaltenen Ergebnisentwicklung getroffen werden", heißt
es in einer Ad-hoc-Mitteilung.
Am Montag hatte es in einem Bericht der Finanznachrichtenagentur
Bloomberg geheißen, die ÖVAG erhalte ein bedingtes Okay der
Europäischen Zentralbank (EZB) für ihren Kapitalplan im Rahmen der
Schaffung der Bad Bank immigon für die Rest-ÖVAG und die
Neustrukturierung des Volksbankensektors. Es braucht aber noch
Garantien durch Dritte, so die Agentur. Im EZB-Stresstest war eine
Lücke von 865 Mio. Euro festgestellt worden.
Die ÖVAG braucht diesem Agenturbericht zufolge Garantien von
einem Dritten für die Mittel, die sie ihren Genossenschaftern aus
dem Volksbanken-Verbund schuldet - bevor sie ihre Bankenlizenz
abgeben könne und als immigon ohne Banklizenz zum Portfolio-Abbau
weiterfirmiert und ein neuer Verbund weiter besteht.
(Schluss) sp
ISIN AT0000755665
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