EuGH lehnte Niki-Klage gegen AUA-Übernahme ab - Niki: Preise steigen
Kunden "enttäuscht", weil Air-Berlin-Tochter Strecke
Wien-Frankfurt eingestellt hat
Die Fluglinie Niki ist mit ihrer
Klage beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) gegen die Übernahme der
AUA durch die deutsche Lufthansa im Jahr 2009 abgeblitzt. Für die
deutsche Niki-Konzernmutter Air Berlin ist der Gerichtsentscheid
auch für die Kunden bedauerlich: Für die Strecke Wien-Frankfurt
seien die Preise massiv gestiegen, nachdem Niki die Verbindung Ende
2014 eingestellt hat.Im Jahr 2014 habe ein Flug von Wien nach Frankfurt
durchschnittlich 212 Euro inklusive Steuern gekostet, in den ersten
drei Monaten 2015 seien es 372 Euro gewesen, rechnete ein
Air-Berlin-Sprecher der APA am Mittwochnachmittag vor. Die Strecke
wird jetzt nur mehr vom Lufthansa-Konzern (AUA und Lufthansa)
geflogen. Konkurrent Air Berlin hat die Niki-Verbindung gestrichen,
weil sie nicht mehr rentabel war. Air Berlin bzw. Niki bekämen
deswegen "enttäuschtes Feedback" von den Kunden.
Die EU-Kommission hatte die AUA-Übernahme durch die Lufthansa
unter Auflagen genehmigt. So mussten zum Beispiel Slots für andere
Airlines, etwa Niki, zur Verfügung gestellt werden. "Dann hat aber
so ein Preiskampf eingesetzt, dass Wien-Frankfurt für Niki nicht
mehr zu fliegen war", so der Air-Berlin-Sprecher.
Niki ist nicht nur gegen die Genehmigung der AUA-Übernahme vor
den EuGH gezogen, sondern auch gegen die von Österreich gewährte
Umstrukturierungsbeihilfe - die deutsche Lufthansa hatte vom
österreichischen Steuerzahler eine "Mitgift" von 500 Mio. Euro für
die defizitäre ehemals teilstaatliche österreichische Fluglinie
erhalten. Beide Vorbringen von Niki lehnten die Luxemburger Richter
ab.
(Schluss) snu/sp
ISIN DE0008232125 GB00B128C026
WEB http://www.austrian.com
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