Umbruch bei flyniki - Lesjak geht, zwei neue Geschäftsführer kommen

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Umbruch bei flyniki - Lesjak geht, zwei neue Geschäftsführer kommen


Umbau zu Ferienflieger in Gang - Expansion nach Bratislava gestrichen - Auch Umbau bei Niki-Mutter Air Berlin



Bei Österreichs zweitgrößter Airline Niki (flyniki) kommt es zum Umbruch. Christian Lesjak, Chef seit 2012, geht mit sofortiger Wirkung. Ihm folgt als "Sprecher der Geschäftsführung" Thomas Suritsch (59), bisher bei der Mutter Air Berlin Chefplaner für das Bordpersonal. Zweite Geschäftsführerin wird Christina Hackl (48), derzeit bei Air Berlin für Kapazitäts-und Preissteuerung zuständig.

Lesjak wird in der Aussendung von Air Berlin mit einem dürren "wir danken Christian Lesjak für die geleistete Arbeit" verabschiedet. Air Berlin sieht die Rolle von Niki vor allem als Ferienflieger und hat zuletzt einige Liniendestinationen und die Expansion nach Bratislava gestrichen. Für die finanzielle Situation der Österreich-Tochter hatte es zuletzt bei der Bilanz-Vorstellung, bei der Air Berlin einen Rekordverlust ankündigen musste, allerdings Lob gegeben. Niki weise 2014 erneut eine "sehr profitable Kostenstruktur" aus und erschließe sich Wachstumsperspektiven durch eine hervorragende Stückkostenposition.

Suritsch soll den operativen und administrativen Bereich vertreten. Er ist Österreicher, Absolvent der TU Wien. Er war früher bei der AUA Leiter der IT für Tyrolean, Lauda Air und AUA und zuletzt, 2012, Chef der Bodenabfertigung (Ground Operations). Davor war er bereits 2002 bis 2010 Geschäftsführer der AUA-Tochter Lauda Air, der ersten von Niki Lauda gegründeten Airline. Nun führt er die zweite ehemalige Lauda-Gesellschaft, diese eine Tochter von Air Berlin. Schon als Geschäftsführer der Lauda Air habe er "erfolgreich die Marke für das Leisure Geschäft am österreichischen Markt positioniert" hält Air Berlin in seiner Aussendung fest - auch Niki soll künftig verstärkt auf einen "touristischen Fokus" getrimmt werden.

Christina Hackl kommt ab 1. Juni in die Niki-Geschäftsführung und wird für den kommerziellen Bereich zuständig sein. Sie ist wie Suritsch Österreicherin und war wie er vor dem Sprung zu Air Berlin bei der AUA tätig, "u.a. in den Bereichen Pricing, Vertrieb und Netzplanung". Von 2009 bis 2013 verantwortete sie dort den weltweiten Vertrieb und alle Vertriebskanäle.

Der neue Vorstandschef von Air Berlin, Stefan Pichler, rührt offenbar auch im Mutterhaus personell um. Julio Rodriguez (40), bisher bei der spanischen Low-Cost-Gesellschaft Vueling, wird neuer Chief Commercial Officer (CCO) und damit für die Bereiche Vertrieb, Revenue Management und E-Commerce verantwortlich - "ein Herzstück der Neuausrichtung von airberlin" wie es in der Aussendung des Unternehmens heißt. Er folgt auf Götz Ahmelmann (44), der zu Etihad Airways wechselt.

Flugkapitän Oliver Lackmann (46) - übernimmt die neu geschaffene Position Chief Flight Operations Officer (CFOO) und verantwortet damit den Flugbetrieb, Crewplanung und Training. Marco Ciomperlik (39) übernimmt die ebenfalls neu geschaffene Position Chief Production Officer (CPO), auch zuständig für die Töchter Air Berrlin Technik und Leisure Cargo. Ole Orvér (49) wird neuer Senior Vice President Network Strategy Planning, er kommt von Qatar Airways und war davor bei der polnischen LOT und der skandinavischen SAS.

Neu an Bord ist seit dem 1. April bereits Chief Financial Officer (CFO) Arnd Schwierholz. Ebenfalls zum Führungsteam gehört Martina Niemann, die als Chief Human Ressources Officer (CHO) für den Personalbereich der 8.300 Mitarbeiter verantwortlich ist.

(Schluss) tsk/rf

 ISIN  GB00B128C026
 WEB   http://www.flyniki.com
       http://www.airberlin.com




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