Angedachte Kapazitätskürzung bei MAN: OÖ. Betriebsrat dementiert
Vertrieb will geplante Zahlen für 2015 erreichen
Der Betriebsratsvorsitzende von MAN in
Steyr Erich Schwarz hat Berichte über eine angedachte
Kapazitätskürzung wegen der Nachfrageflaute in seinem Konzern
gegenüber der APA dementiert. Er berief sich dabei auf den Inhalt
einer Wirtschaftsausschuss-Sitzung des Konzerns am Dienstag in
München, an der er teilgenommen hatte.Demnach habe der MAN-Vertrieb erklärt, man werde versuchen, die
im vergangenen Herbst erstellten Lkw-Verkaufszahlen tatsächlich zu
erreichen, unter anderem mit Sonderaktionen. Freilich geschehe das
auf niedrigem Niveau, bedauerte Schwarz. Aber von
Kapazitätskürzungen sei jetzt keine Rede gewesen.
Ein Personalabbau komme ohnehin nicht infrage, weil MAN einen
Standort- und Beschäftigungssicherungsvertrag habe und sich der
Konzern daran halte. Man werde versuchen, so lange wie möglich in
Kurzarbeit zu bleiben. In den Werken in München und Salzgitter sei
sie für 12 Monate angemeldet. In Steyr war sie Anfang Oktober
vergangenen Jahres für 2.000 der 2.400 Mitarbeiter für sechs Monate
Kurzarbeit angemeldet worden. Sie erhalten 90 Prozent des
Nettolohnes für 60 Prozent der Arbeitszeit.
Schwarz sagte, es seien nicht mehr 2.000, weil es in der
Zwischenzeit einen natürlichen Abgang gegeben habe.
Der Lastwagenbauer, der unter dem VW-Dach firmiert, laboriert
seit geraumer Zeit an der schwachen Nachfrage in seinen Kernmärkten.
MAN schraubte deshalb im Herbst die Gewinnprognose zurück und
beantrage Kurzarbeit für die Mitarbeiter in München, Salzgitter und
Steyr. Im Jänner brach der Absatz von MAN um 29 Prozent auf 5.600
verkaufte Fahrzeuge ein.
(Schluss) zie/phs
ISIN DE0005937007 DE0007664039
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