BMW Austria - "Bei den Motorrädern fehlen uns die jungen Kunden"
Jeder zweite verkaufte BMW mittlerweile ein Firmenwagen
Trotz aller Jubelstimmung bei BMW in
Österreich ob eines Rekordjahres 2014 blicken die Manager doch mit
Sorge in die Zukunft. Der Grund ist das geänderte
Mobilitätsverhalten. "Bei den Motorrädern fehlen uns die jungen
Kunden, wir sehen das mit Besorgnis", so BMW Austria-Chef Kurt
Egloff.Doch auch der Pkw-Neuwagenkäufer altert. Mittlerweile ist der
durchschnittliche Neuwagenkäufer in Österreich über alle Marken
hinweg rund 52 Jahre alt. Gleichzeitig sank die Zahl der Jungen, die
zu einer Führerscheinprüfung antraten, um 13 Prozent. Die, die
kaufen, haben dafür gerne viel Leistung unter der Haube. Bei den Pkw
über 171 PS gab es im Vorjahr ein Plus von 4,8 Prozent, in der
wichtigsten Klasse von 83 bis 105 PS hingegen ein Minus von 8,4
Prozent.
Zwei Drittel der 2014 verkauften Neuwagen gingen an Firmen, bei
BMW ist der Dienstwagenanteil mittlerweile bei der Hälfte
angekommen.
Egloff sieht die Politik gefordert. Anstatt das Autofahren immer
teurer zu machen sollte erkannt werden, welch ein wichtiger
Wirtschaftsfaktor die Autoindustrie in Österreich ist. Sie
beschäftige direkt und indirekt rund 450.000 Personen. Zum
Vergleich: Das sind nahezu so viele Jobs, wie in der Landwirtschaft
und dessen Umfeld eine Arbeit haben.
(Schluss) stf/gru
ISIN DE0005190003
WEB http://www.bmwgroup.com/