Krieg an allen Ecken

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Krieg an allen Ecken



Israel hat in der Nacht massiv Ziel im Gazastreifen angegriffen. Gleichzeitig flogen wieder Raketen auf Israel. Der israelische Ministerpräsident Netanjahu schwor seine Landsleute auf einen langen Konflikt ein. Unterdessen hat nach palästinensischen Angaben am Dienstag eine Rakete das Haus des führenden Hamas-Mitglieds Hanija getroffen. Es sei Sachschaden entstanden, Opfer habe es nicht gegeben, teilte das Innenministerium in Gaza mit. Die israelische Zentralbank hat unter anderem wegen des Gazakonflikts überraschend den Leitzins gesenkt. Die Kämpfe im Gazastreifen würden sich negativ auf das Wirtschaftswachstum auswirken, zugleich behindere die starke Landeswährung Schekel die israelischen Exporte, erklärte die Notenbank am Montag. Sie reduzierte den Zins um 25 Basispunkte auf 0,5 Prozent.

In der Ukraine-Krise nimmt die EU Vertraute des russischen Präsidenten Putin ins Visier. Die Botschafter der 28 EU-Staaten fassten am Montag nach Angaben von Diplomaten einen vorläufigen Beschluss, Sanktionen gegen Unterstützer und Nutznießer der Destabilisierung der Ostukraine und des Krim-Anschlusses an Russland zu verhängen. Zu den Betroffenen zählten sowohl Einrichtungen als auch Personen, darunter Vertraute der russischen Führung.

In Japan stieg die Arbeitslosenquote überraschend von 3,5% im Mai auf 3,7% im Juni an. Ein schlechtes Zeichen, schließlich reduziert eine höhere Arbeitslosigkeit den Druck für höhere Löhne. Ohne die aber keine anhaltende Inflation. Gleichzeitig ist aber die Job-pro-Bewerber-Rate auf 1,10 gestiegen, den höchsten Wert seit genau 22 Jahren. Der Anstieg der Arbeitslosenquote ist zum Teil wohl darauf zurückzuführen, dass mehr Frauen eine Arbeit suchen. Weniger gut sieht es auf der Konsumseite aus. Kehrt die Nachfrage im 3. Quartal nicht auf seinen Wachstumspfad zurück, stehen weitere Maßnahmen der Bank of Japan zuvor. Die Einzelhandelsumsätze sind im Juni zwar um leicht. gestiegen, liegen aber immer noch unter dem Vorjahresniveau.

Die heute beginnende Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank wirft ihre Schatten voraus. Mit einer Veränderung der Zinspolitik ist natürlich nicht zu rechnen. Marktteilnehmer werden das Statement der Notenbanker aber daraufhin untersuchen, ob sich Indizien für eine Zinswende ergeben. Vor allem stellt sich die Frage, ob die Geldpolitiker die Arbeitslosenquote noch immer als erhöht ansehen. Im Vorfeld der morgigen FOMC-Entscheidung hat der Datenkalender wenig Abwechslung zu bieten. Einzig das Verbrauchervertrauen des Conference Boards in den USA scheint von Interesse. Die Vorgaben für den Juliwert sind allerdings durchwachsen und insbesondere das vorläufige Michigan Sentiment liefert mit dem Rückgang im Monatsvergleich eine negative Indikation.

Nach wie vor schütteln die Investoren die zahlreichen Krisenherde ab. Trotz militärischer Konflikte in der Ostukraine, im Gazastreifen oder im Irak bleiben die Risikoaufschläge am Ölmarkt moderat. "Die Tiefenentspanntheit der Marktteilnehmer ist angesichts der beträchtlichen Angebotsrisiken erstaunlich und könnte zu einem erheblichen Preisanstieg führen, sobald ein Umdenken einsetzt", heißt es von den Rohstoffexperten.. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI liegt bei 101,37 Dollar, Brent notiert um 107,43 USD.




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