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Constantia Iso rechnet nur mehr mit knapp positivem Jahresergebnis
Im 3. Quartal hat sich, wie im 2. Quartal die Lage in der für uns relevanten Bauwirtschaft
nicht verbessert. War noch im Juli Grund zu Optimismus durch steigenden Auftragseingang
gegeben, hat sich die Situation im August und September wieder verschlechtert. Ein
ähnliches Bild zeigt sich auch in der Möbelindustrie und in abgeschwächter Form in
nahezu allen anderen Industriezweigen in denen die Unternehmen der Constantia-Iso AG
tätig sind.
Die derzeitige Situation lässt ganz deutlich den oft zitierten “double dip” erkennen, bei
dem nach einer kurzen wirtschaftlichen Erholungsphase wieder ein Absinken der Konjunktur
erkennbar ist. Für den Rest des Jahres rechnen wir deshalb mit keiner wesentlichen
Verbesserung der Situation. Die kurzfristige, pessimistisch eingeschätzte, wirtschaftliche
Zukunft (man beachte die jüngsten Umfrageergebnisse zum Verbrauchervertrauen) lässt
eine nachhaltige Erholung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen frühestens Mitte des
nächsten Jahres erwarten. Hinzu kommt noch die politische Unsicherheit im Nahen Osten
und die damit verbundene Angst vor steigenden Ölpreisen.
Wie wir bereits informiert haben wurde per 20. September 2002 die 74% Beteiligung an
der Werzalit AG & Co KG an den bisherigen Mitgesellschafter verkauft. Dies geschah vor
dem Hintergrund einer strategischen Neuausrichtung der Constantia-Iso Gruppe, mit
dem Ziel die hohe Gewichtung im Holzwerkstoffbereich und die hohe Abhängigkeit vom
deutschen Markt zugunsten anderer Sparten und Märkte zu reduzieren und damit das
Risiko besser zu streuen.
Vor diesem wirtschaftlich angespannten Hintergrund konnte die Constantia-Iso Gruppe
hauptsächlich durch die Neuerwerbungen Gatex und Sprela einen um 4,5% höheren
Umsatz (508,3Mio. € nach 486,6Mio. € ) und ein um 4,7% höheres EBITDA (41,9Mio. €
nach 40,0 Mio. € ) ausweisen. Investitionsbedingte höhere Abschreibungsquoten sowie
die Firmenwertabschreibungen der Unternehmen Gatex und Sprela und der nunmehr
veräußerten Werzalit Gruppe reduzieren das ausgewiesene EGT von 17,8 Mio. € auf
6,0 Mio. € .
Die schon zum zweiten Quartal berichtete Befürchtung eines nur noch leicht positiven
EGT’s zum Jahresende hat sich zum 3. Quartal bestätigt. Da auch im 4. Quartal die
Konjunkturaussichten keine Besserungstendenz erkennen lassen, müssen wir mit einem
nur mehr knapp positiven Jahresergebnis rechnen.
Unter diesen negativen Vorzeichen hoffen wir dennoch eine, wenn auch gekürzte,
Dividende ausschütten zu können. Wir reagieren auf diese Situation mit besonderen
Anstrengungen im Kostenmanagement und der Verbesserung der bestehenden Strukturen,
um auch in diesen schwierigen Zeiten für die Zukunft gewappnet zu sein. Schwerpunkte
sind neben der bereits erwähnten Strukturneuausrichtung weitere Einsparungen in
der Materialbeschaffung über den Einkaufspool, Produktivitätssteigerungen im Rahmen
des KVP-Programmes, Reduktion des Umlaufvermögens sowie Personaleinsparungen.
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